|
|
|
Islam: Überirdische Mächte
Herzstück des Islam ist der Glaube an Allah, der weit über
der Welt steht, diese jedoch vollständig beherrscht und ein persönlicher
Gott ist. In der 112. Sure heißt es: "Er ist der eine Gott,
der ewige Gott. Er zeugt nicht und wird nicht gezeugt und keiner ist
ihm
gleich." Die Gottessohnschaft Jesu wird bestritten, gleichwohl wird
Jesus als großer Lehrer und Prophet verehrt.
Die Vorstellung der
absoluten Allmacht Allahs hat zur Folge, daß der Moslem keine
Naturgesetze anerkennt. Vielmehr ist es die Gewohnheit Gottes, das
Feuer brennt und
Schnee kühlt. Wenn er wollte, könnte es auch anders sein. Wunder
sind Unterbrechungen des gewöhnlichen Zustandes.
Die geistige Haltung
des frommen Moslems besteht deshalb in vollständiger Ergebung
in Allahs Willen. Auch das Leid ist als unabänderliche Entscheidung
Gottes hinzunehmen (islamischer Fatalismus). Wer sich in diesem göttlichen
Willen ergibt, darf aber auf Barmherzigkeit am Tage des Gerichts
rechnen.
Allah wird den Gläubigen nach der Auferstehung ein sehr glückliches
Leben nach dem Tode bereiten.
Neben Allah existiren eine große Anzahl überirdischer Wesen
(Engel, Heilige und Dschinnen). Die Engel fungieren als Schutzgeister
(Gabriel, Michael, Israfil oder Raffael, Asrael, Malig (der Höllenvogt)
und Ridvan (der Pförtner des Paradieses). Die Dschinnen sind teils
gläubig und gut, teils ungläubig und böse.
Im Laufe
der Zeit entwickelte sich noch ein umfangreicher Heiligenkult. An
diese kann
sich der Mensch als Fürbitter wenden. Bei den Heiligen handelt es
sich um fromme Mohammedaner, heidnische Götter und christliche Heilige,
die aus den jeweiligen Volksreligionen in den Islam übernommen wurden.
|