|
|
|
Islam: Symbol und Erforschung
Islam (wörtlich: Hingabe an Gott) ist die von Mohammed gewählte
Bezeichnung für seine Religion. Ihre Bekenner heißen Moslem
(Plural: Muslime). Den Ausdruck Mohammedaner vermeiden die Muslime, weil
sie nicht den
Eindruck
erwecken wollen, sie verehrten Mohammed in einer ähnlichen Weise
wie die Christen Christus und weil sie nicht als Sekte gelten wollen,
die nach ihrem Begründer benannt wurde. Das Wort Islam besteht
aus den "Wuzeln" s,l,m (arabisch Salam, Friede).
Als Symbol des Islam wird
das in arabischer Schrift geschriebene Glaubensbekenntnis: "Es
gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist der Gesandte Allahs"
abgebildet.
Halbmond und Stern sind ursprünglich ein türkisches
Sinnbild, die auf die wachsende Mondsichel mit dem glücklichen
Stern Jupiters zurückgehen und die erst im Laufe der Zeit zum
Symbol des Islams wurden. Sie wurden von Sultan Selim I. (1512 - 1520)
zum
Hoheitszeichen
seines Reiches gemacht.
Als Folge der christlichen Aktivitäten in den arabischen Ländern
und in Jerusalem lernte das Abendland frühzeitig den Islam kennen
und setzte sich mit ihm auseinander. Der griechische Kirchenvater Johannes
Damaszenus (gestorben 754) hat sich ebenso mit ihm beschäftigt wie
Raimundus Lullus (gestorben 1315) und ihn zu widerlegen gesucht. Der
Ton der
Auseinandersetzung war wenig sachlich. Mohammed wurde als Betrüger
und seine Lehre als ein verabscheuungswürdiger Abfall vom christlichen
Glauben beschimpft. Im 18. Jahrhundert setzte eine aufgeklärte
Würdigung
des Islams ein (Edward Gibbon, Thomas Carlyle, Lessing). Der Koran wurde
bereits 1143 in die lateinische Sprache übersetzt.
|