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Taoismus  des Lao-tse (Kurzfassung) 

Gründer

Lao-tse 6. oder 4. Jh. v. Chr. (China)
Die Person Lao-tse ist umstritten. Seine Lebensdaten sind nicht genau feststellbar.
Es gibt Theorien, nach denen der Name für mehrere unbekannte Philosophen steht. 
Die vom Gründer Lao-tse abgelehnte Berühmtheit entspricht Grundprinzipen des Taoismus, widerspricht aber der tatsächlich praktizierten Verehrung.

Eine wichtige Rolle spielt das Tao (sinngemäss Weg). Es ist unbeschreibbar, unfaßbar, aber vorhanden. Aus ihm entstanden Erde (Yin) und Himmel (Yang).

 Prinzipien des Taoismus sind:
- Einheit der Gegensätze
  ( "bitter" existiert nicht ohne "süß", "schön" nicht ohne "häßlich)
- Prinzip der Rückkehr
  (Alles strebt nach Ausgleich, will an seinen Ursprung zurück, nachdem es sich von ihm entfernt hat)

Lao-tses Ethik:

Der Mensch soll nach dem Tao streben. Um aber dieses erfassen zu können, muß er selbst passiv sein. Die "Nichtexistenz-des-Tun" (wu-wei) ist Leitmotiv. Dies meint nicht das  “Nichtstun”, sondern das nicht zwanghafte sondern von innen kommende Handeln.

Um dieses zu verdeutlichen einige seiner Lebensweisheiten:

- Wer selber scheinen will, wird nicht erleuchtet.
- Wer sich selber rühmt, vollbringt nicht Werke.
- Wer gut zu kämpfen weiß, ist nicht zornig.
- Wer gut die Feinde zu besiegen weiß, der kämpft nicht mit ihnen.

Lao-tse sieht den Menschen zuerst als gut, erst durch unnatürliche Regeln wird er schlecht. Er braucht also keine Regeln.

Ein  wichtiger Autor des Taoismus ist auch Chuan-Chou. Nach diesen Klassikern folgt die Zeit des 'Didaktischen Taoismus'. Dieser versucht Methoden zur Vervollkommnung des Taos zu lehren, unter anderem auf folgenden Gebieten:

- Methoden der Atemführung
- gymnastische Methoden
- sexuelle Methoden
- pharmazeutische und alchemistische Methoden
- klimatherapeutische Methoden 
- diätetische Methoden

Um den Taoismus besser zu verstehen, ist ein Blick in seine Entstehungszeit hilfreich. Es zeigt den Taoismus als Gegenbewegung zu einem ausbeutenden Materialismus:

[...] In Zeiten des Verfalles gruben die Herrscher nach Mineralien, sie schürften nach Erz und bauten Jade ab, sie öffneten und polierten Muscheln, schmolzen Bronze und Eisen; es konnte nichts blühen und gedeihen. Sie öffneten trächtigen Tieren den Bauch, jagten Schildkröten ihres Panzers wegen, brannten die Wiesen ab, um ihre Felder zu vergrößern, kippten die Vogelnester um und entnahmen die Eier, also konnte sich der Phönix nicht niederlassen und die Einhörner streiften nicht umher.[...]

Der Taoismus ist kein starres System, Veränderung werden in ihn aufgenommen, sofern sie mit den Prinzipien vereinbar sind.
Der Taoismus hat nichts an Aktualität verloren. Er ist als Geisteshaltung und als System der Ausbildung chinesischer Mentalität auch heute ein wichtiges Fundament Chinas.

Unterscheidungen zu anderen fernöstlichen Religionen sind sehr schön dargestellt in der Allegorie von den Essigkostern.