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Buddhismus, Geschichte

Die Lehre des Buddha breitete sich nach Buddhas Tod rasch über den ganzen indischen Subkontinent aus. Sie wurde anfänglich nur mündlich überliefert und von den Mönchen verschiedener Gegenden in deren Sprache oder Dialekt weitergegeben. Frühzeitig bildeten sich so Schulen mit abweichenden Anschauungen.
Um 483 vuZ., also schon bald nach dem Todesjahr des Buddha, wurde ein Konzil in Rajagrha veranstaltet. Man wollte damit den Zusammenhalt der Mönchsgemeinden stärken. Im Laufe der Zeit folgten noch weitere Konzile, 383 vuZ in Vaisali und Mitte des 3.Jh.vuZ. in Pataliputra, deren Ablauf und genauer Grund allerdings geschichtlich nicht eindeutig feststehen (s. Geschichtsliste). Die Schule der Theravadins (Anhänger der Lehre der ältesten Mönche) soll auf den Konzilien die überlieferten Lehrreden Buddhas (Sutra) überprüft haben. Unter König Vattagamani (Sri Lanka) wurden diese schliesslich im 1. Jh. vuZ in der Palisprache niedergeschrieben. In anderen Gegenden wurde ein abweichender Canon in Sanskrit abgefasst.

Der indische Herrscher Ashoka (272 - 232 vuZ) war ein besonderer Gönner des Buddhismus. In seinen auf Felsen und Säulen geschriebenen Edikten ermahnte er, der Ethik des Buddha zu folgen, die er auch den griechischen Herrschern von Epirus und Makedonien und den Staatsoberhäuptern von Ägypten und Kyrene übermittelte. Ashokas Sohn bekehrte König Tissa (Sri Lanka) und gewann die Insel für den Buddhismus. Der Hinduismus konnte jedoch nicht völlig verdrängt werden.

Um die Zeitenwende kam eine neue Richtung auf, die sich als das große Fahrzeug zum Heil (Mahayana) bezeichnete. Gegenüber der älteren Schule, die das kleine Fahrzeug (Hinayana) genannt wurde, predigte das Mahayana verschiedene Neuerungen.

Um die gleiche Zeit verbreitete sich die buddhistische Lehre in Hinterindien, Indonesien, Ostturkistan und China (von dort auch nach Korea und Japan). Überall hinterliess sie in den bestehenden Glaubens-auffassungen Spuren und zog die Gelehrten dieser Länder nach Indien, um den Buddhismus in seinem Heimatland zu studieren. Ohne Zweifel ist durch das Mahayana der Buddhismus zur Weltreligion geworden.

Seit Mitte des ersten Jahrtausends kam im Mahayana eine große Vorliebe für Riten und Zeremonien auf mit der Folge, dass sich eine dritte Heilslehre unter dem Namen Vadschrayana (Diamantfahrzeug) bildete. Als sich die brahmanische Gegenreformation in Indien durchsetzte und in den emotionalen Kulten Vishnus und Shivas Glaubensbewegungen von einiger Anziehungskraft entstanden, ging der Buddhismus immer mehr zurück. Ein schwerer Schlag für den Buddhismus war auch die Eroberung Bihars durch die Mohammedaner, so daß der Buddhismus im Gangesland bis auf geringe Reste erlosch. Heute leben in Indien und Pakistan weniger als 1 Mio Buddhisten.

Der Buddhismus gelangte im Laufe seiner Entwicklung auch nach China. Ein genaues Datum steht nicht fest. Die ersten Berührungen scheinen zwei oder drei Jahrhunderte vuZ stattgefunden zu haben. Auf Zeiten staatlicher Förderung folgten immer wieder solche der Verfolgung. In China ist der Buddhismus niemals herrschende Religion gewesen, vielmehr hat man sich buddhistischer Philosophie zusätzlich zur Lehre des Konfuzius und Laotse bedient. Unter den geistigen wie auch materiellen Einflüssen der gegenüber Indien kargen chinesischen Welt hat sich der chinesische Buddhismus stark verändert. Es entstand der angepasste Ch'an-Buddhismus.

In Korea begann sich der Buddhismus ab ca. 370 uZ festzusetzen und wurde von dort aus 525 nach Japan gebracht. In der Kamakura-Periode Japans (12.-13. Jahrhundert) breitete er sich als Zen-Buddhismus besonders rasch aus.

In Europa übernahm im 19 Jh. der Philosoph Schopenhauer die Idee der Verneinung des Lebenswillens und den Gedanken des universellen Mitleids.
1875 wurde die ,,Theosophische Gesellschaft" gegründet, die einen esoterischen Buddhismus pflegte.

In Europa und den USA haben sich im vergangenen Jahrhundert alle denkbaren Formen und Sekten des Buddhismus festgesetzt. Im wesentlichen handelt es sich um Mahayana-Sekten und solche, die sich aus dem Diamantenen Fahrzeug ableiten lassen. In der Schweiz bestehen mehrere Klöster, die den tibetanischen Buddhismus (Lamaismus) lehren.

Zeittafel-Buddhismus

560 bis 480 ca. vuZ

Buddha

480 ca. vuZ

Erstes (legendäres?) Konzil zu Rajagriha

380/370 vuZ

2. Konzil in Vaisali

324 bis 182 vuZ

Dynastie der Maurya,
vor allem Regierungszeit des Asoka des Frommen (-272 bis -232)

250 vuZ

3. Konzil in Pataliputra. - Missionstätigkeit in Ceylon

um 32 vuZ

Schriftliche Festlegung des Buddhistischen Pali-Kanons auf Ceylon

0 bis 100 uZ

Entstehung des Mahayana - Buddhismus in China

100 bis 200

Regierungszeit des Kanishka. Werk des Mahayana-Dichters Asvaghosha.

200 bis 300

Älterer Buddhismus (Hinayana) nach Kambodscha und Indonesien.

250 ca.

Nagarjuna, Gründer der Mittelweg-Schule (Madhyamika)

370 bis 500 ca.

Asanga, Gründer der Yogacara-Schule

400 bis 500

Älterer Buddhismus nach Burma

522 ca.

Buddhismus nach Japan

600 bis 700

Mahayana in Burma; Älterer Buddhismus in Thailand (Siam)

600 bis 700

Saraha, Lehrer des Tantrismus. Verfall des indischen Buddhismus.

700 bis 800

Tantrismus nach China. - Mahayana und Tantrismus in Indonesien

750 ca.

Tantrismus in Tibet

770 ca.

Mahayana nach Kambodscha

1050 ca.

Bekehrung von Burma zum Theravada Buddhismus. (älteren B.)

1170 ca.

Ende des indischen Buddhismus

1200 bis 1300

Bekehrung von Tailand zum Theravada Buddhismus.
Der tibetische Lamaismus in der Mongolei

1300 bis 1400

Theravada B. (Hinayana ) in Kambodscha und Laos. - Reform des Tibetischen Buddhidmus und Bildung der "Gelben Kirche"

1400 bis 1500

Bekehrung Indonesiens zum Islam

1500 bis 1600

Bekehrung der Mongolei zum tibetischen Buddhismus

1782

4. Konzil der Theravadin in Thailand

1871

5. Konzil in Mandalay (Burma)

1954

6. Konzil in Rangun