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Xenophanes aus Kolophon

Auszug aus den Sillen
Über die Götter

Da von Anfang an alle nach Homer gelernt haben . . .

Alles haben Homer und Hesiod den Göttern angehängt, was nur bei Menschen Schimpf und Schande ist: Stehlen und Ehebrechen und sich gegenseitig Betrügen.
Wie sie gar viele ruchlose Taten der Götter erzählten: Stehlen und Ehebrechen und sich gegenseitig Betrügen.
Doch wähnen die Sterblichen, die Götter würden geboren und hätten Gewand und Stimme und Gestalt wie sie.
Doch wenn die Ochsen (und Rosse) und Löwen Hände hätten oder malen könnten mit ihren Händen und Werke bilden wie die Menschen, so würden die Rosse roßähnliche, die Ochsen ochsenähnliche Göttergestalten malen und solche Körper bilden, wie (jede Art) gerade selbst das Aussehen hätte.
Die Äthiopen (behaupten, ihre Götter) seien schwarz und stumpfnasig, die Thraker, blauäugig und rothaarig.

Nicht von Anfang an haben die Götter den Sterblichen alles Verborgene gezeigt, sondern allmählich finden sie suchend das Bessere.