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Xenophanes aus Kolophon
Über die Natur
Auszug aus: Diogenes Laertius
Ein einziger Gott, unter Göttern und Menschen der größte,
weder an Gestalt den Sterblichen ähnlich noch an Gedanken.
(Die Gottheit) ist ganz Auge, ganz Geist, ganz Ohr.
Doch sonder Mühe schwingt er das All mit des Geistes Denkkraft.
Stets am selbigen Ort verharrt er sich nirgend bewegend, und es geziemt
ihm nicht bald hierhin bald dorthin zu wandern.
Denn aus Erde ist alles, und zur Erde wird alles am Ende.
Auszug aus: Hipoolytos
Dieses obere Ende der Erde erblickt man zu unseren Füßen
an die Luft stoßen, das untere dagegen erstreckt sich ins Unermeßliche.
Erde und Wasser ist alles, was da wird und wächst.
Auszug aus: Aetius
Das Meer ist Quell des Wassers, Quell des Windes. Denn in den Wolken
(würde kein Wehen des Windes, der) von innen (herausbläst, entstehen)
ohne den großen Pontos, noch Fluten der Ströme, noch Regenwasser
des Äthers; der große Pontos ist vielmehr der Vater der Wolken,
Winde und Ströme.
Die Sonne sich über die Erde schwingend und sie erwärmend.
Auszug aus: Aetius
Und was sie Iris benennen, auch das ist seiner Natur nach nur eine
Wolke, purpurn und hellrot und gelbgrün zu schauen.
Denn wir alle sind aus Erde und Wasser geboren.
Auszug aus: Diogenes Laertius
Und was nun die Wahrheit betrifft, so gab es und wird es Niemand geben,
der sie wüßte in bezug auf die Götter und alle Dinge,
die ich nur immer erwähne. Denn spräche er auch einmal zufällig
das allervollendetste, so weiß er's selber doch nicht. Denn nur
Wahn ist allen beschieden.
Wenn Gott nicht den gelblichen Honig erschaffen hätte, so würde
man meinen, die Feigen seien viel süßer (als alles andre).
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