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Uexküll Jakob Johann von 1892 - 1909: Studium des Bewegungsapparates der Tiere. Dabei entwickelte er neue Vorstellungen über die Arbeit des Muskels und über den Ablauf der Erregung im Nervensystem. Aufgrund seiner Untersuchungen baute er eine neue vergleichende Physiologie der wirbellosen Tiere auf. Diese neuartige Erkenntnis zeigte das Tier gleichzeitig als einen mt seiner Umwelt plnanmäßig verbundenen Organismus und legte den Grundstein zu der später von Uexküll ausgebauten Umweltforschung mit den Begriffen von Plan, Funktionskreis und Umwelt. Die wesentlichsten Ergebnisse seiner Arbeiten sind in dem "Leitfaden in das Studium der experimentellen Biologie der Wassertiere" und in dem Werk "Umwelt und Innenwelt der Tiere zusammengefaßt" Nach dem Tode Kühnes lösten sich die Bindungen zum Heidelberger Institut und kurz danach auch zur Zoologischen Station in Neapel, an der er bis zum Jahr 1903 regelmäßig gearbeitet hatte. Anschließend war er freier Privatgelehrter, ohne irgendwelche Bindungen an ein Institut. 1909 unternahm er eine längere Reise nach Afrika, die für ihn wissenschaftlich sehr erfolgreich war und in ihm wesentliche Eindrücke für seine späteren Arbeiten hinterließ. Weitere Studienreisen führten ihn nach Italien, Monacco und Frankreich. Seine Erkenntnisse sind in seinem Hauptwerk "Theoretische Biologie" zusammengefaßt. 1907 wurde er mit der Ehrendoktorwürde von der Universität
Heidelberg ausgezeichnet. Ein Lehramt wurde ihm jedoch versagt. An seinem 70 Geburtstag konnte er nach nicht ganz zehn Jahren, die er am Institut für Umweltforschung verbrachte, auf eine Anzahl von 70 wissenschaftlichen Arbeiten zurückblicken, wovon etwa ein Drittel seinen Namen trugen. Die Universität Kiel ehrte ihn an diesem Tag durch Verleihung des
philophischen Ehrendoktors. Einige Jahre später erhielt er von der
Universität Utrecht das Ehrendiplom eines Doktors der Naturwissenschaften.
Die verschiedenen Auszeichnungen als Ehrendoktor, die er im Laufe seines
Lebens erhielt, zeigten die Bedeutung seiner Arbeiten. |