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Plinius der Jüngere
Epistulae 8.15, Plinius und das Schreibpapier
C. Plinius grüßt seinen Junior
1
Ich lade Dir eine Last auf, wenn ich Dir so viele Bände auf einmal
sende, aber ich tue es, erstens, weil Du es verlangt hast, und zweitens,
weil, wie Du schreibst, die Traubenernte dort so dürftig ist, daß
Du meinem Gefühl nach reichlich Zeit haben mußt, wie man so
sagt, ein Buch zu lesen.
2
Von meinen Gütern meldet man mir dasselbe. So werde ich auch in der
Lage sein, etwas zu schreiben, was Du lesen könntest, wüßte
ich nur, woher ich das Geld für das Papier nehmen soll; ist es rauh
oder durchlässig, kann ich entweder nichts schreiben, oder ich muß
notgedrungen alles, was ich geschrieben habe, mag's gut oder schlechtsein,
wiederauslöschen.
Leb' wohl
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