|
|
Plinius der Jüngere
Epistulae 6.34, Plinius und Gladiatorenspiele
C. Plinius grüßt seinen Maximus
1
Du hast recht daran getan, unsern Veronensern ein Gladiatorenspiel zu
versprechen,von denen Du seit je geliebt, bewundert und geehrt wirst.
Von dort hast Du ja auch Deine geliebte, tüchtige Frau geholt, deren
Andenken entweder irgendein Bauwerk oder ein Wettspiel verdiente, und
dann am ehesten dieses, das sich als Leichenspiel besonders eignet.
2
Außerdem bittet man Dich so einhellig darum, daß eine Ablehnung
nicht als Beharrlichkeit, sondern als Härte erscheinen würde.
Auch das hast Du gut gemacht, daß Du bei der Ausführung so
entgegenkommend, so freigebig gewesen bist. Denn auch darin zeigt sich
Deine große Seele.
3
Ich wollte, die afrikanischen Panther, die Du in großer Zahl angekauft
hattest, wären an dem festgesetzten Tage eingetroffen; aber mögen
sie sich, vom Sturm festgehalten, verspätet haben, Du verdienst es
trotzdem, daß man Dir gutschreibt, was auszuführen nicht bei
Dir stand.
Leb' wohl!
|