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Plinius der Jüngere

Epistulae 6.7, Brief an seine Frau nach Hause

An seine Calpurnia

1
Wie Du mir schreibst, leidest Du nicht wenig unter der Trennung von mir, und nur eines tröste Dich: Daß Du statt meiner meine Schriften zur Hand hast, sie oft sogar neben Dich auf meinen Platz legst.

2
Lieb von Dir, daß Du mich so vermißt, lieb von Dir, daß Du mit diesem Trostmittel zur Ruhe kommst. Ich meinerseits lese dauernd Deine Briefe und nehme sie immer wieder zur Hand, als wären sie neu, aber um so mehr regt sich die Sehnsucht nach Dir.

3
Denn wessen Briefe so viel Anmut haben, wie viel Süße bietet dessen Gespräch! Schreib doch so oft wie möglich, mag auch die Freude darüber mit Pein verbunden sein!

Leb' wohl!