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Pico della Mirandola Giovanni 1463 - 1494
Lebensdaten

Mirandola ist ein früher Humanist, der einen Bruch mit der scholastischen Theologie des Mittelalters vollzieht. Seine Schrift über die Würde des Menschen entspricht dem Lebensgefühl der Renaissance mit ihrer Wiederaufnahme des antiken Erbes. Der Mensch wird Mittelpunkt des Kosmos, er beginnt sich selbst zu entdecken und steht in dieser neugewonnenen Freiheit der Welt gegenüber. Er unterwirft sich den Globus, den er als Modell handhabbar gemacht hat.

Die Gottesbildlichkeit des Menschen wird als Ausgangspunkt für seine neue Freiheit genommen. Dies  sowohl aus Tradition, wie aus dem Gefühl es sei besser, mit den kirchlichen und weltlichen Machthabern nicht zu brechen, sondern langsame Umstellungen zu bewirken. Die fantastischen Spekulationen der Scholastik werden damit abgetan und dies kann auch im Interesse der Kirche liegen, zumal Mysterien sehr wohl eine Rolle in seinem Denkgebäude finden. Die Lehre von der Sünde des Menschen wird zu Gunsten des triumphierenden Christus verdrängt, die Reinheit und systematische Stimmigkeit des Dogmas wird durch praktische Lebendigkeit des Glaubens ersetzt. Pico della Mirandola kritisiert nicht explizit, dennoch ist er bis 1493 mit dem Kirchenbann belegt.