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Pherekydes von Syros ~ 600 vuZ

Textauszüge: Kosmogonie

Aus: Aristoteles, Metaphysik
Diejenigen von den alten Theologen, die eine Mittelstellung einnehmen und nicht alles in der Form des Mythos ausdrücken, wie Pherekydes und einige andere, setzen das erste Erzeugende als das höchste Gut an (Deutung des Aristoteles, der den Zeus des Pherekydes so deutet).

Aus: Damaskios, Von den Prinzipien
Pherekydes von Syros sagt, daß Zeus ewig sei und Chronos und Chthonie (die Erdgöttin), die drei Urprinzipien... Chronos aber habe aus seinem Samen (des Zeus) Feuer und Lufthauch (Pneuma) und Wasser gemacht ... Aus diesen, die in fünf Schluchten voneinander getrennt waren, habe sich ein zahlreiches anderes Geschlecht von Göttern gebildet, die sogenannte "Fünfschluft" (vielleicht dasselbe wie "Fünf-Welt").

Aus: Probus zu Vergil, Hirtengedichte
Auch Pherekydes stimmt hiermit überein, aber er nimmt andere Elemente an: den Zas, die Chthonie und Chronos, womit er Feuer, Erde und Zeit bezeichnet; und es sei der Äther das herrschende, die Erde das beherrschte Element, die Zeit aber dasjenige, in dem das All gelenkt würde.

Aus: Proklus zu Planton
Pherekydes sagt, daß sich Zeus, als er im Begriff stand, die Welt zu schaffen, in Eros verwandelt habe, weil er den Kosmos aus den entgegengesetzten (Elementen) zur Eintracht und Liebe zusammenführte und allen Dingen dasselbe Streben einpflanzte und die Einheit, die alles durchdringt.

Aus: Origines gegen Celsus
Unter diesem Teil (der Welt) ist das Reich des Tartaros; es bewachen dies aber die Töchter des Boreas, die Harpyien und die Windsbraut. Dorthin wirft Zeus solche Götter hinab, die sich in Frechheit überheben.

Aus: Plutarch, Vom Gesicht im Monde
Falls wir bei Gott nicht sagen wollen, daß so, wie Athene dem Achill Nektar und Ambrosia einträufelte, als er keine Speise zu sich nehmen wollte, der Mond, der Athene genannt wird und ist, die Männer ernährt, indem er ihnen Ambrosia wachsen läßt, wie der alte Pherekydes glaubt, daß sich so die Götter nährten.

Von der Seele
Besonders deshalb von Bedeutung, weil Pherekydes danach in seiner Seelenlehre als Vorgänger des Phytagoras erscheint. Hierbei ist zu beachten, daß nach alter Überlieferung, die Aristoteles schon gekannt hat, Phytagoras in einem persönlichen Verhältnis zu Pherekydes, und zwar in dem des Schülers zum Lehrer gestanden hat. Hieraus ergeben sich wichtige philosophisch-geschichtliche Zusammenhänge.

Aus: Suidas s.v. Pherekydes
Und zuerst hatte er die Lehre von der Seelenwanderung eingeführt.

Aus: Cicero, Tusculanen
Daher glaube ich für meine Person, daß auch andere im Lauf so vieler Jahrhunderte (das gelehrt haben), aber, soweit es durch die schriftliche Überlieferung feststeht, hat zuerst Pherekydes aus Syros behauptet, daß die Seelen der Menschen unsterblich seien, freilich ein Denker aus sehr alter Zeit; lebte er doch unter der Herrschaft meines Geschlechtsgenossen (gemeint ist Servius Tullius 578-538 vuZ).

Aus: Porphyrios, Von der Nympfengrotte
Da Pherekydes von Syros Schlüfte, Gruben, Höhlen, Türen und Tore nennt und hierdurch die Geburt der Seelen und ihr Wiederabscheiden dunkel andeutet.