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Boethius Anicius Manlius Severinus

Trost der Philosophie
Viertes Buch

Staunend immer erblickt himmlische Wunder,
Wer nicht weiß, daß stets nahe des Himmels
Höchstem Pol Arktur zieht seine Kreise,
Wie den Wagen lenkt träge Bootes,
Der so spät sein Licht senkt in die Wogen,
Um so schnell hernach wiederzukehren!
Wenn zur Sichelform schwindet der Vollmond,
Dann auch diese deckt nächtliches Dunkel;
Wenn verhüllt bisher unter der Phöbe
Hellem Antlitz nun leuchten die Sterne:
Dann verständnislos staunen die Völker,
Dann erschüttert die Luft lautes Getöse!
Wer aber staunt, wenn wild gegen das Ufer
Treibt des Nordwinds Kraft rasende Wogen;
Wenn des Phöbus Glut löste die Fesseln,
Die so hart der Frost schmiedet im Winter?!
Hier sind klar zu schaun treibende Kräfte,
Die verborgen dort Staunen erregen!
Was nicht oft sich zeigt sterblichen Augen,
Was so plötzlich naht, schreckt die Gemüter!
Wird des Wahnes Nacht endlich entschwinden,
Dann wird niemand mehr Wunder erblicken!

»Das ist allerdings richtig!« sagte ich. »Da es aber deines Amtes ist, die verborgenen Ursachen der Dinge zu ergründen und die wie von Nebelschleiern verhüllten Gesetze zu enträtseln, so bitte ich dich, mir das, was du in dieser Sache erkannt hast, auseinanderzusetzen. Sind es doch gerade diese anscheinend so wunderbaren Verhältnisse, die mich am meisten beunruhigen!«
Mit leichtem Lächeln entgegnete die Philosophie: »Du bringst mich da auf die schwierigste aller Fragen, die wohl kaum einer jemals völlig ergründet hat. Der Gegenstand ist nämlich derart, daß auch nach Beseitigung eines einzelnen Zweifels sofort unzählige andere wie die Häupter der Hydra sich erheben, und nur mit dem lebendigsten Feuer des Geistes lassen sie sich bezwingen. Wir müssen hier nämlich über die Einheit der Vorsehung, die Verkettung der Geschicke und die unvorherzusehenden Zufälle, über die göttliche Einsicht und Vorherbestimmung Untersuchungen anstellen, und du kannst selbst ermessen, wie schwierig schon jede einzelne dieser Fragen zu entscheiden ist. Da aber auch die Erkenntnis dieser Dinge zu deiner Heilung gehört, so wollen wir trotz der beschränkten
Zeit doch wenigstens etwas über diese Probleme festzustellen suchen. Wenn du dich aber am liebsten an der gebundenen Rede der Lieder ergötzest, so müßt du auf dies Vergnügen schon ein Weilchen verzichten, da ich dir jetzt die verschiedenen Argumente in logischer Folge ganz schlicht und einfach darstellen will!« »Wie es dir beliebt!« sagte ich.
Da begann sie denn, indem sie ihren Ausgangspunkt änderte, folgendermaßen: »Die Entstehung aller Dinge, aller Fortschritt natürlicher Entwickelung und auch alle sonstige Bewegung empfängt ihre Ursachen, ihre Ordnung und ihre Form aus der Stabilität des göttlichen Geistes. Dieser hat in der geschlossenen Einheit seines Wesens das mannigfaltige, vielseitige Gesetz für die Weltregierung festgestellt, und dies Gesetz nennen wir, wenn wir nur an die Reinheit der göttlichen Einsicht, die es aufstellte, denken, die Vorsehung; mit Rücksicht aber auf das von ihm Bewegte und Geregelte wurde es von den Alten Schicksal genannt. Daß dies aber eigentlich ganz verschiedene Dinge sind, wird sofort klar werden, wenn wir die Bedeutung eines jeden einmal näher betrachten. Die Vorsehung ist nämlich die göttliche Vernunft selbst, die im höchsten Weltherrscher wohnt und alles lenkt und regiert. Das Schicksal aber ist die den beweglichen Dingen innewohnende Ordnung, durch welche die Vorsehung jedem einzelnen Ding seinen Platz und seine Aufgabe zugewiesen hat. Die Vorsehung umfaßt alles Bestehende, so verschieden und so zahlreich es auch sein möge; das Schicksal aber regelt die Bewegung der den einzelnen Orten, Formen und Zeiten zugeteilten Dinge, so daß also diese zeitliche Ordnung und Verteilung, in der göttlichen Anschauung zusammengefaßt, die Vorsehung ist, in eben dieser Verteilung aber und in der Art, wie sie in den einzelnen Zeitperioden zur Geltung kommt, als Schicksal bezeichnet wird. Das sind zwar verschiedene Dinge, aber eins ist im andern begründet: aus der Einheit der Vorsehung geht die Schicksalsordnung hervor. Ebenso nämlich, wie ein Künstler die Idee des zu schaffenden Kunstwerks zuerst im Geiste erfaßt und dann erst greifbar verwirklicht, indem er das, was er einheitlich und gegenwärtig schaute, erst im Verlaufe der Zeit seiner Gestaltung entgegenführt: ebenso hat auch die Gottheit in der Vorsehung alles, was geschehen soll, einheitlich und unwandelbar bestimmt, im Schicksal aber bewegt sie nun das so Bestimmte in mannigfacher, nach den verschiedenen Zeitperioden geordneter Weise.
Ob nun aber auch das Schicksal als das Wirken gewisser der Vorsehung dienender göttlicher Geister anzusehen sei, oder ob durch das Geistesleben oder die Funktionen der gesamten Natur, durch die himmlischen Bewegungen der Gestirne, die sittliche Macht der Engel, die vielfache Bethätigung von Dämonen oder durch mehrere dieser Mächte oder auch durch alle zusammen die Fügungen des Geschickes verknüpft werden: sicher ist jedenfalls das eine, daß in der Vorsehung die einheitliche und unwandelbare Form für alles Geschehen liegt und daß das Schicksal die wechselnde Verknüpfung und zeitliche Ordnung der durch die göttliche Einheit im ganzen geregelten Dinge bedeutet. Demzufolge ist alles, was dem Schicksal untersteht, auch der Vorsehung unterworfen, die eben auch das Schicksal beherrscht.
Es giebt aber andererseits auch Dinge, die zwar der Vorsehung unterstellt sind, die sich aber über das Schicksal hinaus erheben, diejenigen nämlich, die der höchsten Gottheit selber nahe stehen und in ihrer festen Begründung unberührt bleiben von der wechselnden Ordnung der Geschicke. Es ist ähnlich wie mit mehreren konzentrischen, sich um denselben Punkt drehenden Kreisen: der innerste Kreis nähert sich am meisten der Einheit des Mittelpunktes und bildet für die übrigen gleichsam wieder ein Centrum, um das sie sich herumbewegen. Der äußerste Kreis aber mit seinem weiteren Umlauf umschließt um so größere Räume, je mehr er sich von der Einheit des Mittelpunktes entfernt. Dasjenige dagegen, was sich der Mitte nähert und anschließt, wird auch selbst enger zur Einheit zusammengefaßt und hört auf, sich zu erweitern und auszudehnen.
In ganz derselben Weise ist nun auch dasjenige, was sich dem höchsten Geiste mehr als ein anderes entfremdet hat, auch mehr als dieses der Macht des Schicksals unterworfen, und um so weniger vermag das Geschick über irgend ein Ding, je mehr sich dies jenem Kern- und Ausgangspunkt alles Bestehenden nähert. Denn was der einigen Festigkeit des göttlichen Geistes teilhaftig geworden ist, das trotzt unwandelbar selbst der zwingenden Gewalt des Schicksals. Wie sich alle Beweisführung zur Vernunft an sich, wie sich das Werdende zum Seienden, die Zeit zur Ewigkeit und der Kreis zu seinem Mittelpunkt verhält, so verhält sich auch die veränderliche, dem Zeitablauf unterworfene Bethätigung des Geschickes zu der unwandelbaren Einheit der Vorsehung. Das Schicksal bewegt den gestirnten Himmel, regelt das Verhältnis der Elemente zu einander und bewirkt deren Umgestaltung durch gegenseitiges Einwirken des einen auf das andere, es erneuert auch alles, was entsteht und vergeht, durch Befruchtung und Gebären in endloser Fortentwickelung. Es verknüpft auch die Handlungen und Geschicke der Menschen in der unlösbaren Verkettung von Ursache und Wirkung, die, da sie auf die unwandelbare Vorsehung zurückgeht, notwendigerweise auch selbst wieder unabänderlich sein muß. Denn am besten werden die Dinge eben regiert, wenn in dieser Weise die beharrende Einheit des göttlichen Geistes ihre unwandelbare, in Ursache und Wirkung zusammenhängende Ordnung hervorbringt, diese Ordnung selbst aber wieder die wechselnden und ohne sie ziellos durcheinanderfließenden Dinge und Handlungen durch ihre eigene Unabänderlichkeit zusammenhält.
Wenn wir also auch nicht imstande sind, diese Ordnung zu begreifen und alles für willkürlich und regellos halten möchten, so hat doch jedes Ding sein festes Gesetz, das es beherrscht und es zum Guten hinführt. Selbst die schlechten Menschen thun nichts ausdrücklich um des Bösen willen, sondern sie werden, wie wir genugsam gezeigt haben, im Streben nach dem Guten durch einen verderblichen Irrtum vom rechten Wege abgelenkt. Dabei ist es aber natürlich nicht die vom höchsten Gut selbst ausgehende Ordnung, die den einzelnen seinem Ursprung entfremdet.
Nun wirst du allerdings fragen: Kann es denn eine unheilvollere Verwirrung geben, als die auf Erden herrschende, die sowohl den Guten bald Widriges, bald Günstiges, als auch den Bösen bald Erwünschtes, bald Verhaßtes zu teil werden läßt?
Aber ist denn der Menschengeist so vollkommen, daß diejenigen, die er für rechtschaffen oder verworfen hält, auch wirklich so sein müssen? Weichen doch hierbei auch die Urteile der einzelnen Menschen in der Regel sehr weit voneinander ab, und wer dem einen zufolge Belohnung verdient, sollte nach der Meinung der anderen der Strafe verfallen!
Aber wenn wir auch einmal zugeben wollen, daß jemand erkennen könnte, was gut und was böse sei: kann er darum auch schon die innersten Bedürfnisse der einzelnen Seelen erkennen? Ebenso wie der Leib hat auch die Seele ihre Bedürfnisse. Nun muß es aber doch schon in betreff des Leibes dem Unkundigen wie ein Wunder erscheinen, daß gesunde Körper teils das Süße, teils das Bittere vorziehen und daß von verschiedenen Kranken dem einen durch gelindere, dem andern nur durch scharfe Mittel geholfen werden kann. Der Arzt aber wundert sich nicht darüber, denn er kennt für die Gesundheit wie auch für die Krankheiten die verschiedenen Erscheinungsformen und Bedürfnisse. - Ist nun aber nicht die Redlichkeit die Gesundheit der Seelen und das Laster ihre Krankheit? Wer anders aber kann das Gute erhalten und das Böse vertreiben, als Gott, der Lenker und der Arzt der Seelen?! Er schaut herab von der hohen Warte der Vorsehung, er erkennt, was einem jeden nützt und frommt, und was er als heilsam und dienlich erkannt hat, das läßt er dann auch jedem einzelnen in seiner Fürsorge zu teil werden. Darauf beruht eben das Wunderbare der Schicksalsordnung, und Unwissende staunen über
des Wissenden Werk!
Nur weniges laß mich von der Tiefe der göttlichen Einsicht reden, soweit es der menschlichen Vernunft überhaupt darüber zu urteilen verstattet ist. Es kann zunächst vorkommen, daß derjenige, den du für den Gerechtesten und Edeldenkendsten hältst, der göttlichen Allwissenheit in ganz anderem Lichte erscheint. Unser Freund Lucanus sagt an einer Stelle: die siegreiche Sache habe einst den Göttern, die besiegte aber dem Cato gefallen! So ist also oft gerade das, was wider dein Hoffen und Erwarten geschieht, die rechte Ordnung der Dinge, wenn sie sich auch von deinem Standpunkt aus als eine unheilvolle Verwirrung darstellt. Wenn nun aber wirklich einmal ein Mensch so gut geartet ist, daß das göttliche und das menschliche Urteil über ihn übereinstimmen, so kann es doch sein, daß er dabei der Charakterfestigkeit entbehrt. Stößt ihm daher etwas Widriges zu, so hört er vielleicht auf, seine Unschuld und Reinheit zu bewahren, da ja diese, wie er meint, doch nicht imstande gewesen ist, sein Glück ihm treu zu erhalten. Die alles weise verteilende Gottheit wird daher einen solchen Menschen, der durch das Unglück schlechter werden könnte, damit verschonen und ihm kein Leiden aufbürden, dem sie ihn nicht gewachsen weiß.
Ein anderer Mensch ist vielleicht vollkommen in allen Tugenden, makellos und Gott ähnlich. Dann hält die Vorsehung es für eine Verletzung der heiligen Gerechtigkeit, ihm irgend ein Übel zustoßen zu lassen, und selbst die körperlichen Leiden hält sie sorglich von ihm fern. Sagt doch ein weiser Mann, der auch uns noch an Geist überlegen ist:

›Siehe des Heiligen Leib, vom Himmel erbaut und erhalten!‹

Oft kommt es nun vor, daß den Redlichen Herrschaft und Oberleitung zu teil wird, damit das üppige Laster in Schranken gehalten werde. Anderen guten Menschen wird ein gemischtes Geschick beschieden, je nach der Art ihres Charakters. So fügt das Geschick einigen von Zeit zu Zeit ein Leiden zu, um sie nicht durch die lange Dauer des Glückes übermütig werden zu lassen. Andere wieder erfahren harte Schickungen, damit die Tugenden ihres Herzens sich festigen durch Übung und Gewöhnung zur Geduld. Es giebt auch Menschen, die entweder eine übermäßige Furcht haben vor dem, das sie sehr wohl zu ertragen vermöchten, oder die allzu verächtlich aus Dinge herabsehen, denen sie doch in Wirklichkeit durchaus nicht gewachsen sind. Diese führt das Schicksal durch traurige Fügungen zur Erkenntnis ihrer selbst.
Es hat aber, wie du weißt, auch oftmals Menschen gegeben, die sich um den Preis eines ruhmvollen Todes einen großen Namen in ihrem Zeitalter gemacht haben, und es gab und giebt auch solche, die durch unbeugsame Standhaftigkeit in Not und Unglück den übrigen durch die That bewiesen hoben, daß wahre Tugend durch Leiden nicht besiegt wird. Hierbei ist es aber doch zweifellos wahr, daß dies alles recht und weise so geordnet ist und auch den davon Betroffenen nur zu Heil und Segen gereichen kann!
Aber auch die Thatsache, daß den Bösen bald Schlimmes, bald aber Erwünschtes zu teil wird, läßt sich von demselben Gesichtspunkt aus erklären. In betreff des Schlimmen wird hier von vornherein niemand einen Zweifel hegen, da es eben allgemein anerkannt ist, daß die Bösen Schlimmes verdienen, teils damit durch ihre Leiden andere vor gleicher Missethat zurückgeschreckt, teils damit sie selbst dadurch geläutert und gebessert werden. Nun aber andererseits die günstigen Geschicke, die so oft den Bösen zuteil werden! Diese weisen einerseits die Guten durch praktisches Beispiel darauf hin, was sie von einem derartigen Glück zu halten haben, das sie so oft auch den Bösen beschert sehen. Dann aber ist hierbei, wie ich glaube, auch noch das zu erwägen, daß einige vielleicht von Charakter so haltlos und ungestüm sind, daß sie z.B. durch Geldnot nur noch leichter zum Verbrechen getrieben werden würden. Diese seelische Krankheit mildert dann die Vorsehung durch Gewährung bedeutender Mittel.
Ein anderer kommt vielleicht durch den Besitz großer Güter dazu, daß er Einkehr hält in sein schuldbeladenes Gewissen und daß er dann, durch die Vergleichung seiner selbst mit seinem Glück, vor dem traurigen Verlust desjenigen zu zittern beginnt, dessen Besitz ihm jetzt so angenehm und teuer ist. Er wird sich dann vielleicht bessern und aus Furcht vor dem Verlust des Glückes seine Schlechtigkeit ablegen.
Oft übrigens bringt das Glück den Bösen überhaupt keine Vorteile, wird vielmehr gerade durch den üblen Gebrauch, den sie davonmachen, die Ursache zu ihrem Sturz und Untergang. Ferner kann z.B. einigen von ihnen die Macht und damit die Strafgewalt verliehen sein, damit die durch deren Handhabung den Guten Gelegenheit zu sittlicher Übung und Festigung geben, den Bösen aber wirkliche Strafe zu teil werden lassen. Denn wie die Rechtschaffenen mit den Lasterhaften nichts gemein haben, so stehen sich auch die letzteren untereinander allzeit feindlich gegenüber. Da kann es dann wohl geschehen, wenn das Laster mit dem Laster in Konflikt gerät, daß dann der einzelne sich in seinem Gewissen davon abwendet und nach vollbrachter That selber erkennt, daß er nicht so hätte handeln sollen!
So bewirkt die Vorsehung oft das eigenartige Wunder, daß die Bösen von den Bösen selbst zum Guten bekehrt werden! Wenn sie sehen, daß ihnen gerade von den Bösen soviel seid zugefügt wird, so fassen manche einen brennenden Haß gegen sie und kehren gebessert zur Tugend zurück, da sie denen, die sie jetzt verabscheuen, möglichst unähnlich zu werden wünschen.
Es ist eben die göttliche Kraft allein, der auch das Böse zum Guten dient, indem sie durch zweckmäßige, weise Verwendung desselben schließlich doch eine heilsame Wirkung hervorbringt. Alle Dinge umfaßt eine bestimmte Ordnung und was den ihm angewiesenen Platz verläßt, das tritt damit zwar in den Bereich einer andern Ordnung ein, aber niemals fällt es völlig aus aller Ordnung heraus, denn Willkür und Zufall sind unbekannt im Reiche der Vorsehung!
Doch nun sage ich mit den Worten Homers:

›Aber zu schwer ist mir's, wie ein Gott das alles zu melden!‹

Es ist eben den Menschen nicht vergönnt, das ganze kunstvolle Getriebe der göttlichen Thätigkeit mit dem Geiste zu durchschauen und mit Worten zu schildern. Es genügt aber, das eine klar erkannt zu haben, daß Gott, der Vater der ganzen Natur, alles ordnet und alles zum Guten leitet, daß er alles, was er entstehen ließ, sich selbst ähnlich erhalten will und darum alles Böse durch den von der Notwendigkeit beherrschten Verlauf des Geschickes aus den Grenzen seines reiches verbannt. Du wirst daher finden, wenn du die weltregierende göttliche Vorsehung in Betracht ziehst, daß das Böse, das auf Erden in so erdrückender Fülle vorhanden zu sein, in Wahrheit nirgends seine Stätte hat!

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