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Die letzten Erkenntnisgrundlagen

Bislang wurde nach Erkenntnisquellen gefragt. Nun soll die Frage nach letzten Grundlagen der Erkenntnis gestellt werden.

a) Die gesicherten Erkenntnisgrundlagen
Unser Ausgangspunkt war: Ein logischer Urteilsgehalt ist wahr, "wenn sich der Prädikatsgegegenstand am Subjektgegenstand findet" (Schnee ist weiß). Auf dieser Grundlage der Definition der Wahrheit werden wir die Sicherung der Erkenntnis vornehmen.

1. Analytische Urteile
Von einem analytischen Urteil spricht man, wenn der Prädikatsbegriff und Subjektbegriff enthalten sind. Beispiel: Weißer Schnee ist weiß. Das analytische Urteil führt nicht über den Subjektbegriff hinaus und wird deshalb Erläuterungsurteil genannt. Das Erläuterungsurteil braucht kein analytisches Urteil und keine Erfahrung. Es ist weder empirisch noch a priorisch.

2. Wahrnehmungsurteile
Zum Aufbau einer Wissenschaft ist nach Urteilen zu suchen, welche man Erweiterungsurteile nennen kann. Die Wichtigkeit der Erfahrung durch Wahrnehmung spielt hier eine Rolle. Durch bloße Wahrnehmung kann man lediglich feststellen, was in der Gegenwart e i g e n e r   Bewußtseinsinhalt ist. Die Außenwelt und die Urteile anderer Personen bleiben dabei unberücksichtigt. Beispiel: "Meine Geschmacksempfindung ist angenehm" (z.B. süß). Damit wird festgestellt, daß ich, ohne Berücksichtigung anderer Meinungen einen Prädikatsgegenstand, nämlich "angenehm" am Subjektgegenstand finde. Ein solches Urteil ist nicht a priorisch, es bedarf der Sicherung durch Erfahrung. Es ist auch nicht analytisch, denn das Prädikat "angenehm" ist nicht im Subjekt "Meine Geschmacksempfindung" enthalten. Es erweitert jedoch meine Kenntnis von Gegenständen. Es ist synthetisch. Dass die Möglichkeit eines solchen Wahrnehmungsurteils besteht, zeigt, daß es gesicherte Realerkenntnis gibt. Der radikale Skeptizismus und der Nihilismus in erkenntnistheoretischer Hinsicht sind schon damit widerlegt. Mit Warhnehmungsurteilen kommt man jedoch nicht über das eigene, gegenwärtige Bewußtsein hinaus. Deshalb können Wahrnehmungsurteile nicht als Gegenstand schlüssiger Beweise verwendet werden. Der Aufbau der Wissenschaft will eine Vorausschau auf Zukünftiges erreichen. Ebenso hat jeder Mensch in seinem praktischen Leben den nächsten Schritt vor Augen. Wären schlichte Wahrnehmungsurteile unsere einzige Erkenntnis, kämen wir keinen Schritt vorwärts.

3. Synthetische Idealurteile
An Gegenständen erfassen wir neben dem Dasein "auch das So-Sein" (Husserl: Wesensschau). Ich erfasse mit der "So-Seins-Wahrnehmung" ein Objekt, welches sich an einem daseienden Bewußtseinsgegenstand findet. Beispie 1: Höre ich einen Ton und sehe von seinem Dasein ab, so verbleibt das "So-Sein" (z.B. Klangfarbe, Tonhöhe, Lautstärke). Beispiel 2: Sehe ich zwei schwarze Punkte auf weißen Grund, kann ich von ihrer Farbe, Form und anderen Eigenschaften absehen, und das Idealobjekt 2 im Kopf behalten. Die Zahl 2 haftet nicht mehr an dem vorausgegangenen Bewußtseinsvorgang, weshalb die Artithmetik auch ohne Bewußtseinsvorgänge zu Rande kommt. Kurz: Wir können aufgrund von Soseinswahrnehmungen Idealobjekte abstrahieren.
Solche synthetischen Idealurteile werden in den Wissenschaften gebraucht.

Einführung in die Logik (Kurs)
Formen der Wirklichkeit (Mauthner)

Wird fortgesetzt

b) Die nicht sicherbaren letzten Erkenntnisgrundlagen
1. Die Voraussetzung des Erinnerungsvertrauens
2. Die Regelmäigkeitsvoraussetzung
3. Die Gesetzmäßigkeitsvoraussetzung

c) Die zurückführbaren Erkenntnisgrundlagen
1. Das Kausalitätsprinzip
2. Kausalgesetz und Theorie der Induktion