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Wedekind Frank 1864 - 1918
Lebensdaten
Geboren am 24.7.1864 als Sohn des Arztes Friedr. Wilhelm
Wedekind und dessen Ehefrau Emilie geboren. Gestorben am 2. März
1918 in München.
1871: Umzug der Eltern in die Schweiz.
1884: Abitur und erste selbständige Veröffentlichung. Er studiert
ein Semester deutsche und französische Literatur in Lausanne und
wechselt dann auf Wunsch des Vaters zum Jurastudium nach München.
1885 verfaßte er seine ersten Gedichte. Prosa und eine Komödie
folgen.
1886: Wedekind arbeitet in einem Reklame- und Pressebüro..
1889: Übersiedelung nach München. Hier knüpfte er Kontakte
zu den Naturalisten um Michael Georg Conrad
1891: Fertigstellung des Dramas "Frühlings Erwachen. Eine Kindertragödie".
1895: Reise nach Paris, London, Zürich und Berlin. Im Verlag Albert
Langen in München erscheint "Der Erdgeist. Tragödie in
vier Aufzügen".
1896: Mitbegründer der Zeitschrift "Simplicissimus" und
veröffentlicht dort unter verschiedenen Pseudonymen.
1897: Geburt des Sohnes Friedrich Strindberg-Wedekind.
1898: "Der Erdgeist" wird in Leipzig uraufgeführt. Wedekind
setzt sich in die Schweiz ab, da er wegen einer Satire auf Wilhelm II.
im "Simplicissimus" gesucht wird.
1899: Nach einem Aufenthalt in Paris kehrt er nach Deutschland zurück
und wird zu sechs Monaten Festungshaft auf der Festung Königstein
verurteilt.
1901: Geburt des Sohnes Frank Zellner-Wedekind.
1902-1908: Wedekind bestreitet seinen Lebensunterhalt größtenteils
als Kabarettist und Schauspieler in eigenen Stücken.
1904: "Die Büchse der Pandora" wird uraufgeführt.
Die Buchausgabe des Verlags Bruno Cassirer wird wegen Unzüchtigkeit
beschlagnahmt. 1934 vertont Alban Berg (1885-1935) die Vorlage unter dem
Titel "Lulu".
1906: Verleger und Autor werden vom Vorwurf der Verbreitung unzüchtiger
Schriften freigesprochen, die Restauflage des Buches wird jedoch eingestampft.
Wedekind heiratet die Schauspielerin Tilly Newes. Aus der Ehe gehen zwei
Töchter hervor.
Uraufführung von "Frühlings Erwachen" an den Berliner
Kammerspielen unter der Regie von Max Reinhardt. Die Inszenierung begründet
Wedekinds Stellung als einer der meistgespielten Dramatiker seiner Zeit.
1908: Uraufführung von "Musik" und "Zensur".
1912: Erster Wedekind-Zyklus an Reinhardts Deutschem Theater in Berlin.
Den Erfolg feiern Reinhardt, Werner Sombart, Alfred Kerr und andere mit
einem Festbankett.
"Schloß Wetterstein" erscheint als Buchausgabe.
1914: Zweiter Wedekind-Zyklus am Deutschen Theater. Bei Beginn des Ersten
Weltkriegs hält Wedekind eine nationalistisch anmutende Rede mit
dem Titel "Deutschland bringt die Freiheit". Trotzdem werden
zahlreiche seiner Stücke von der Zensur verboten.
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