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Walther von der Vogelweide nach 1170 - ~ 1230
Lebensdaten

Geboren nach 1170, gestorben um 1230.
Walther wird - vielleicht in Südtirol - geboren; seine Heimat ist in der Forschung umstritten, diskutiert wurde als Geburtsort z.B. auch Frankfurt a.M.
um 1190: Walther beginnt als Sänger zu wirken.
1198: Walthers Gönner am Wiener Hof, Herzog Friedrich I. von Österreich, stirbt. Walther verläßt den Babenberger Hof. - Walther, der nach eigenen Worten in Österreich »singen unde sagen« gelernt hat, ist nun im Gefolge des Staufers Philipp von Schwaben zu finden. - Die Suche nach Gönnern, für die Walther in seiner politischer Sangspruchdichtung Propaganda betreibt, ist eine Konstante seines Dasein, dessen geographischen Radius er selbst umreißt; er nennt die Flüsse Seine (Paris) und Mur (Steiermark), Ungarn, die Trave (Lübeck), den Fluß Po.
1201: Walther findet einen neuen Gönner, den antistaufisch eingestellten Landgrafen Hermann I. von Thüringen.
1203: Walther ist wieder in Wien. Unter dem Datum vom 12. November ist notiert, daß ein »Walther cantor de Vogelweide« 5 Goldmünzen für einen Pelz erhalten hat. Diese einzige urkundliche Erwähnung eines hochmittelalterlichen Dichters als Dichter macht deutlich: Walther, dessen sozialer Stand ungeklärt ist, zählt zu den fahrenden Sängern, wird aber andererseits (z.B. von Bischof Wolfger) besonders geschätzt, da diesen traditionellerweise nicht Geld, sondern gebrauchte Kleidung, Naturalien usw. geschenkt werden.
1204/05: Nochmals am Thüringer Hof.
1212: März: Walther ist, vielleicht im Gefolge des Markgrafen von Meißen, auf dem Frankfurter Hoftag Kaiser Ottos IV.
Ende 1213 / Anfang bis Mitte 1214
Walther schlägt sich politisch auf die Seite des Staufers Friedrichs II. Er ist er von nun an bis zu seinem Tod ein Kämpfer für die staufische Sache und also auch ein Feind der römischen Kurie, gegen die er bereits früher Sangspruchverse geschrieben hat.
gegen 1220: Nach unruhigen Wanderjahren erhält Walther von Friedrich II. das lang ersehnte Lehen.
um 1230: Walther stirbt und wird laut einer Notiz (um 1350) im Hausbuch des Würzburgers Michael Leone im Kreuzgang des Stiftes Neumünster in Würzburg begraben.
1300:
Hugo von Trimberg gedenkt Walthers in seiner weitverbreiteten Lehrdichtung Der Renner mit den Verse": »Her Walther von der Vogelweide: / swer des vergêze der tête mir leide«.