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Wackenroder Wilhelm Heinrich 1773–1798
Lebensdaten

Geboren am 13.7.1773 in Berlin, gestorben am 13.2.1798 in Berlin.

Sohn eines Geheimen Kriegsrats und Justizbürgermeisters. Strenge und unnachgiebige Erziehung. Zuerst Unterricht durch einen Hauslehrer, dann Gymnasium. Dort lernte er Ludwig Tieck kennen, mit dem ihn später eine lebenslange Freundschaft verband.

Wackenroder, vom Vater zur juristischen Laufbahn bestimmt absolvierte in Berlin ein Vorbereitungsjahr für das bevorstehende Jurastudium. Daneben hörte er Vorlesungen über deutsche Literatur. Später Jura-Studium in Erlangen. Tied begleitete den Freund nach Erlangen. Mit dem Wechsel an die Universität Göttingen verlegte sich Wackenroder mehr und mehr auf das Literatur-Studium. Er schrieb einen Aufsatz über Hans Sachs, der erst 1836 veröffentlicht werden sollte.

Im Herbst 1794 begann Wackenroder in Berlin seinen juristischen Dienst als Kammergerichtsassessor. Daneben verfaßte er eine Reihe von Aufsätzen über die Kunst. Wackenroders ausgeprägte Empfindsamkeit, die auch in seinen Schriften beständig zum Ausdruck kommt, versetzte ihn in den größten Zwiespalt zum äußeren Leben. Unfähig, sich gegen den Vater zur Wehr zu setzen, und unglücklich darüber, sein Leben nicht ganz und gar der Kunst widmen zu können, sah er keinen Ausweg. Der innere Konflikt zehrte an seinen Kräften, er wurde krank, und ein heftiges Nervenfieber beendete sein Leben.

Seine hinterlassenen Aufsätze gab Ludwig Tieck zusammen mit eigenen unter dem Titel Phantasien über die Kunst für die Freunde der Kunst 1799 heraus. Im Todesjahr Wackenroders erschien in memoriam als Denkmal ihrer Freundschaft, die Gemeinschaftsarbeit Franz Sternbalds Wanderungen und in dem Gedicht Der Traum gestaltete Tieck die Erinnerung an ihre unauslöschliche Liebe in der Freundschaft.

Werke u.a.:
Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders,
Schr. 1797 (n. G. v. Wilpert 1988)