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Ulrich von Lichtenstein In dem walde süeze
doene Ez ist ein vil hôch gedinge Sie vil süeze, valsches âne, Wünschen unde wol gedenken Neuhochdeutsch: In dem Walde süße Weisen singen kleine Vögelein. Auf der Heide die schönen Blumen blühen im hellen Licht des Maien. Ebenso erblüht meine Hochstimmung im Gedenken an ihre Güte, die mir mein Herz reich macht wie der Traum es den Armen tut. Es ist eine sehr anspruchsvolle Hoffnung, die ich auf ihre höfische Bildung setze, dass ich bei ihr Erfolg habe, dass ich Beglückung bei ihr erlange. Dieser Hoffnung bin ich froh. Gebe Gott, dass ich zum erwünschten Ziel komme, dass sie meine Erwartung nicht enttäuscht, die mir so eine richtig große Freude bereitet. Die Süße, ohne Falsch, ganz frei von jedem Makel, sie lasse mich in der schönen Hoffnung, solange es nicht besser sein kann. Mag die Freude lange währen, möchte ich doch aus dem Hoffnungstraum nicht erwachen, könnte ich dem Trost entgegenlachen, den ich von ihrer Huld begehre. Hoffen und freundliches Erinnern sind meine größte
Lust. Der Trost von ihrer Seite ist mir sicher, dass sie mich mit beidem
ihr nah sein lässt, dass sie mir gern die große Seligkeit gewährt,
die von ihr ausgeht, dass sie mich immer glücklich macht. |