| Trojan Johannes
Das verzweifelte Flaschenkind
Da lieg' ich nun und schrei mich matt,
Keine Menschenseel' erwacht.
Wie ist das Leben so schal und leer!
Ich hab' es mir anders gedacht.
Man hat mich getauft, ich weiß nicht wie,
Man hat mich geimpft sogar,
Obgleich ich gegen das Taufen sowohl
Wie gegen das Impfen war.
Drei silberne Löffel, die sind mein,
All mein Vermögen bis jetzt,
Wer weiß aber, wo die heut' schon sind —
Sie sind gewiß schon versetzt!
Nur Milch bekomm' ich, und nichts als Milch,
Ich mag sie schon gar nicht mehr.
Keine Abwechslung im Ernährungsgang,
Niemals der kleinste Likör!
Nur Milch, nur Milch und nichts als Milch,
Niemals ein and'res Getränk!
Und die Masern steh'n mir auch noch bevor,
Mich schaudert, wenn ich dran denk'!
Und dieselbe Umgebung, blöd' und stumpf,
Glotzt Tag für Tag mich an.
Davonlaufen möcht' ich! Wehe mir,
Daß ich noch nicht laufen kann!
Das Leben ist, ich merk' es schon,
Ein ewiges Einerlei:
Man wird naß und wird wieder trocken gelegt —
O wär' erst alles vorbei!
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