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Wahrheit

“Was ist Wahrheit?” sprach Pilatus
Diese Frage ist seither
um zwei Jahrtausende gealtert
Die Antwort nicht
Nur was existiert
kann altern

Antworten gibt es zuhauf -
Näherungen... und nicht
DIE Antwort
Als Wahrheit erkennen
heißt wissen - und das
gibt es nur zweimal

“Ich bin” und “Ich bemerke”
das ist alles
Weiter sind es nur Modelle
die das zweite fassen wollen
“Was ist Wahrheit?” sprach Pilatus
und ging von dannen ohne eine Antwort abzuwarten.


Zyniker

Warum ein Zyniker?
Weil ich geglaubt habe
Und zugleich wissen wollte.

Warum ein Zyniker?
Weil ich Ideale hatte
Und sie mit dem Verstand prüfen wollte.

Warum ein Zyniker?
Weil die Ideale
Nicht zusammengingen mit dem Verstand.

Warum ein Zyniker?
Weil ich nichts aufgeben wollte
Weder meine Ideale noch meine Vernunft.

Und nun verspotte ich
Die Welt der Vernunft
Mit der Stimme meiner Ideale
Damit sie nicht
Zuschanden werden.
Darum ein Zyniker.


Und wenn...?

Verlöschten die Sterne und du merktest es nicht, was wäre anders?
Änderte ohne dein Wissen die Welt ihr Gesicht, was wäre anders?
Und sähst du ´nen lebenden Mond wüst und leer,
Wäre wirklich es anders, wenn es anders wär?

Lebtest du nur im Traume und erkenntest es nicht, was wäre anders?
Zerbräche alles Dasein, doch du sähst´s im gleichen Licht, was wäre anders?
Und müßt´ alles sein wertlos, gäb´s nicht Freiheit noch Ehr´,
Wäre wirklich es anders, wenn es anders wär?

Verginge mein Leben und du spürtest es nicht, was wäre anders?
Würde ohne deine Kenntnis alle Hoffnung zunicht´, was wäre anders?
Doch fühltest du jenen Windhauch nicht mehr
Und sähst nicht dies Herbstblatt, das flattert daher,
Dein Dasein wäre unendlich mehr leer,
Als wenn anders wäre, was anders wär.


(Un)wirklichkeit

Dinge sehen
Formen tasten
Laute hören
Gefühle fühlen

Die Dinge so sehen, wie du sie siehst?
Die Formen so tasten, wie du sie ertastest?
Die Laute so hören, wie du sie hörst?
Die Gefühle so fühlen, wie du sie fühlst?
Oder alles ganz anders?

Den Schleier der Realität zerreißen wollen,
Um zu sehen was hinter dem Schein liegt.
Es mit dir zusammen tun wollen,
Um mit dir in einer Welt zu sein.


Jenseits des Nichts

Nur ein kurzer Moment der Erkenntnis.

Danach...

Zittern in einem Universum voller Kälte,
dem du gleichgültig bist,
für das du nicht mehr bist als ein Klumpen Materie.

Suchen nach verlorenem Halt
und Finden von Chimären,
die zerbrechen unter einem Blick.

Wille und Weisheit verflüchtigter Schein,
und es bleibt nur Zorn auf eine Welt,
die keines deiner hehren Ziele befriedigt.
Ein endloser Fall ins Nichts.

Doch jenseits des Nichts befindet sich das Leben,
nur einen kurzen Moment des Spotts entfernt,
eines kleinen Blitzes,
der die Bedeutungslosigkeit des Großen offenbart.

Dort findest du das Lachen, das erhellt,
dort wartet die Liebe,
die dich wärmt in jeder kalten Nacht
und an jedem Tag voller Grau.

Dort warten Stärke und Schwäche,
Freude und Leid, und alles
was wichtig ist in seiner Kleinheit -
nie vergessend das Große,
doch auch nie vergessend das Lachen darüber,
wie schwer es drückt und wie wenig im Leben es zählt.