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Pepto, Rüdiger
Jahrgang 1965

 

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Ideale

Wie soll das Herz zur Ruhe kommen,
wenn du dir Ziele vorgenommen,
die einfach nicht erreichbar sind,
denn Ideale machen blind
und du verzweifelst an der Zeit,
der eignen Unzulänglichkeit.
Wieviele Jahre müssen vergehn?
Wann wirst Du endlich es verstehn:
Das Leben bietet Dir soviel,
betrachtest Du den Weg als Ziel.

 

 

Hausarbeit

Im Haushalt gibt es läst’ge Pflichten,
Du kennst sie alle, die Geschichten,
ich sag nur waschen, putzen, kochen,
den Staub abwischen alle Wochen:
Warum müsst stets ihr uns begleiten,
ihr meistgehassten Tätigkeiten?

Doch wie’s im Leben immer ist,
nicht jede Hausarbeit ist Mist.
Mir fällt auch manch‘ Vergnügen ein,
so gänzlich dann mit Dir allein.
Ruh‘ ich an Deinen sanften Hügeln,
denk nur an‘s Saugen ich und Bügeln.

 

 

Die Seifenblase

Die Wände dünn und schillernd bunt,
entdecke ich vor meiner Nase,
in bester Form, gefällig rund,
auf ihrem Weg die Seifenblase.

Sacht angestubst fliegt sie davon,
ich hab die Sache nicht verpatzt,
Behutsamkeit bringt ihren Lohn,
sonst wäre sicher sie geplatzt.

Von ihrer Leichtigkeit beschwingt,
mach‘ ich mich schnell von hinnen,
was Morgenseife mit sich bringt,
so könnte jeder Tag beginnen.

 

 

Das Telefon

Schrill häßlich murrt das Telefon,
ich denk: was soll der Klingelton.
Kannst Du denn niemals stille sein!
wollt ich schon in die Muschel schrei‘n.

Doch als beendet der Gedanke,
an dem so sehr ich hadernd kranke,
ertönt im Ohr der liebe Satz:
Ich vermisse Dich, mein Schatz!

Als das Gespräch ruht in der Gabel,
nestle versonnen ich am Kabel
und lern, was Anfangs störend scheint,
entpuppt zuweilen sich als Freund.

 

 

Chatrausch

Mein lieber Freund, so seh ich das,
der Chat verursacht Riesenspaß,
solange niemals man vergißt,
daß das RL was bessres ist.

Die erste Schwierigkeit fängt an,
wenn man nicht begreifen kann:
Das Bild des Anderen entsteht
-zum kleinsten Teil Realität-
in Deiner wilden Phantasie,
ist bestenfalls `ne Raubkopie.

In heißer Sehnsucht und Verlangen,
ist bald der Rest Verstand gefangen
und das Gefühl gaukelt Dir vor:
“Das wird bestimmt kein Eigentor”

Doch mit der Zeit da wird Dir klar,
daß das Gefühl im Irrtum war.
Nach diesem Rausch, oh Mann oh Mann,
was kommt da für ein Kater an.
Du kehrst zurück nach all dem Streben
ernüchtert in das wahre Leben.

Mit rechtem Abstand, etwas Kühle,
da wird Dir klar, daß die Gefühle,
vor denen man fast überquillt,
gewidmet sind dem Spiegelbild.

 

 

Freiheit

Auf Dich zugehen zu können,
bedingungslos.
Mit Dir zu sein
rückhaltlos.
Von Dir zu gehen
sorglos.

Weil ich weiß, wir lieben die Freiheit
uns immer wieder neu zu begegnen.