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Spitta Carl Johann Philipp
Lebensdaten

Geboren am 1.8. 1801 in Hannover, gestorben am 28.9. 1859 in Burgdorf.

Er war Theologe und Dichter geistlicher Lieder und stammte aus französischem Hugenottengeschlecht. Wegen Krankheit musste er das Gymnasium frühzeitig verlassen. Zunächst begann er eine Uhrmacherlehre, die er später abbrechen durfte zugunsten eines Studiums der Theologie. 1821-1824 studierte er in Göttingen Theologie und vertiefte seine Neigungen zur Dichtung. Er fand Anschluß an eine Burschenschaft und tauschte sich im poetischen Freundeskreis, dem auch Heinrich Heine angehörte, über die vom romantischen Zeitgeist beeinflußten Dichtungen aus.

1824 erschien sein "Sangesbüchlein der Liebe für Handwerksburschen". Nach bestandenem ersten Examen war er als Hauslehrer in Lüne bei Lüneburg (1824-1828) tätig. Hier widmete er sich einem gründlichen Bibelstudium und der Lektüre der Werke Luthers. Die Mehrzahl seiner Lieddichtungen sind während dieser Zeit entstanden.

Ab 1828 war Spitta als Hilfsgeistlicher tätig, zunächst für 2 Jahre in Sudwalde, dann in Hameln als Gefängnisseelsorger und Garnisonsprediger. An Ostern 1833 erschien der erste Teil von "Psalter und Harfe" mit 61 geistlichen Liedern. Er gab Anregungen zur Gründung eines Missions-Hülfsvereins und arbeitete als Sekretär für den "Christlichen Verein im nördlichen Deutschland", für den er 1836 und 1839 "Biblische Andachten" herausgab.

1836 heiratete er Johanna Maria Hotzen; aus dieser Ehe gingen acht Kinder hervor.

1843 erschien der zweite Band von "Psalter und Harfe". Spitta verließ 1847 Wechold, um in Wittingen als Superintendent tätig zu werden und wechselte von dort bereits 1853 in die Superintendentur nach Peine. 1855 wurde ihm von der theologischen Fakultät zu Göttingen in Anerkennung seines vorbildlichen pastoralen Lebens und Wirkens die Ehrendoktorwürde verliehen. 1859 kam S. als Superintendent nach Burgdorf, wo er allerdings nach vierteljähriger Wirkungszeit infolge kurzer Krankheit verstarb.

Spitta gilt als Vertreter der Erweckungsbewegung in Niedersachsen. Er wurde vor allem durch seine geistlichen Lieder als Dichter des evangelischen Kirchenliedes auch weit über seinen pastoralen Wirkungskreis hinaus bekannt.