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Spee von Langenfeld Friedrich

Xaverius der mütig Held

1. Xaverius der mütig Held
Hatt eyffer dergestalten /
Wan er gedacht der newen Welt /
Sein hertz wolt sich zerspalten /
Vnnd rieff dann laut gantz vnverhält /
O Gott kan mich nicht halten.

2. Hör auff / hör auff / felt mir zu schwehr /
Die gnad ist mir zu mächtig /
Der Seelen eyffer wütet sehr /
Vnnd brennet mich so kräfftig /
Daß kaum für hitz kan bleiben mehr:
O Gott / die brunst ist hefftig.

3. Drumb wird noch bleich- noch purpur-Tod
Zur forcht bey mir erklecken:
Ja wan mit dieß- vnd jener noth
Man dächte mich zu schrecken /
Da würd sich erst in wangen roth
All blut vnd muth erwecken.

4. Wan ich so gar auch vber Meer /
Ein Seel wüst abzulangen /
Wolt gern durch lauter spieß vnd speer /
Durch pfeil vnd spitzig stangen
Durchlauffen / wie der wilde bär /
Daß nur die Seel möcht fangen.

5. Ach / ach / wie bringt mirs große pein /
Wie springt mir mein geblüte /
Daß nit all Heyden Christen seyn!
Drumb Gott mich noch behüte /
Laß mich zur newen welt hinein /
Darnach steht mein gemüthe.

6. Zu lang ist mir die zeit vnnd stund /
Mein hertz wil mir zerbrechen:
Begierd vnnd eiffer mich verwund /
Mit warheit ich mag sprechen.
O GOTT werd ich nit bald gesund /
So magst mich gar erstechen.

7. O Lieb nimm hin all jngeweyd
Auß meinem leib zur stunde:
Werffs vber meer / auff jene seit /
Es dient zum newen funde;
Mein hertz doch käm in Jappon weit /
Wan ich schon gieng zu grunde.