literatur pinselpark    


  Home
Zum Autor
Sitemap/Inhalt
Vorherige Seite

Pfau Ludwig 1821 - 1894
Lebensdaten

Geboren am 25.08.1821 in Heilbronn. Gestorben 1894 in Stuttgart.

Gymnasium Heilbron
1839: Volontär in einer Handelsgärtnerei bei Corbeilles (bei Paris).
Studium der franz. Sprache und Literatur, Zeichnen und Kunststudien.
1841 Rückkehr nach Deutschland
Studium der Philosophie in Tübingen. Erste literarische Arbeiten und erste Veröffentlichung "Gedichte".
Ende 1847: Gründung Satyrisches Wochenblatt, das erste politische Karikaturenblatt in Deutschland, unter dem Titel "Eulenspiegel", das schnell Verbreitung gewann.
Flucht in die Schweiz; um der Verhaftung und dem Hochverratsprozeß zu entgehen, bei dem er zu 21 Jahr Zuchthaus verurteilt wurde.
3 1/2 Jahre Aufenthalt in Zürich und Bern
Frühjahr 1852 Reise nach Paris, Wiederaufnahme der Kunststudien
Mitarbeiter des "Temps" für die stilistische Sparte.

Anfang der sechziger Jahre Reise nach Antwerpen und Brüssel. Er schrieb eine größere Studie über die belgische Malerei für die "Indépendance Belge", besuchte 1862 die Londoner Weltausstellung, um für dasselbe Blatt einen ausführlichen Bericht über die gewerbliche Kunst zu erstellen und gab eine ästhetische Schrift, Etudes sur l'Art (Paris 1862), heraus.

Nach Verjährung seines Prozesses kehrte er Ende 1863 nach Stuttgart zurück, redigirte dort, nach Wiederaufrichtung der demokratischen Partei, in Gemeinschaft mit seinen Freunden Karl Mayer und Julius Haußmann eine zeitlang den "Beobachter", begab sich Ende 1864 nach Augsburg- Er schrieb in der "Allgemeinen Zeitung" die Reihe "Artistische Briefe".

Lebte abwechselnd in Paris und Stuttgart. Er besuchte die Kunst- und Weltausstellungen und schrieb neue ästhetisch-kritische Berichte in verschiedenen französischen und deutschen Zeitschriften. Er veröffentlichte "Kunstgewerbliche Musterbilder aus der Wiener Weltausstellung" (Stuttgart 1874) und veranstaltete eine Gesamtausgabe seiner ästhetischen Schriften in 6 Bänden unter dem Titel "Kunst und Kritik" (Stuttgart 1888), von welchen 4 erschienen sind: "Maler und Gemälde", "Bild und Bauwerke", "Freie Studien", "Literarische und historische Skizzen" (2. Aufl.). Im Druck begriffen sind "Lichtbild und Kunstbild" und "Ästhetik der gewerblichen Kunst".

Übersetzungen:"Fabeln nach Lachambeaudie" (erste Auflage Dessau 1856) und "Bretonische Volkslieder", gemeinschaftlich mit Moritz Hartmann, erste Auflage Köln 1859; Beide wurden in der dritten Auflage der "Gedichte" wieder abgedruckt und erschienen dann in einem besondern Band unter dem Titel: "Fabeln und Volkslieder" als dritte Auflage (Stuttgart 18 ), des weiteren: "Mein Onkel Benjamin von Claude Tillier" (Stuttgart 1866; 3. Aufl. 1891) und die von mir zum Teil übersetzte zum Teil redigirte Sammlung: "Ausgewählte Werke von Erckmann=Chatrian" (12 Bände, Stuttgart 1882).