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Ovid (Publius Ovidius Naso)
43 vuZ - 18 uZ
Lebensdaten
Geboren am 20.03.43 vuZ in Sulmo (heute Sumona),
gestorben ~ 18 nuZ in Tomis (Konstanza). Sein vollständiger Name: Publius Ovidius Naso.
Seine Ausbildung erhielt er in Rom, doch verzichtete er bald auf eine
Karriere als Politiker oder Jurist und widmete sich lieber der Dichtung.
8. n. Chr. wurde Ovid vom Princeps Augustus aus bis heute nicht geklärten
Gründen nach Tomi am Schwarzen Meer verbannt. Dort schrieb er verzweifelte
Klagelieder. Er war ein großer römischer Epiker, der mit seinem
scharf geschliffenen Witz, seiner Frivolität und seiner weltmännischen
Gewandtheit die Zeitgenossen erzürnte und die Nachwelt ergötzt.
Livius und Ovid waren zwei der besten und berühmtesten Schriftsteller
Roms. Beide Künstler lebten zur Zeit des Augustus (Livius 59 vor
Chr - 17 Nach Chr. und Ovid 43 vor Chr. - 17 nach Chr.).
Titus Livius war ein Historiker und Geschichtsschreiber, dessen Lebenswerk
die Schaffung einer römischen Geschichte, die von der Gründung
Roms bis zu seiner Zeit reichte, war. Sein Werk (ab urbe condita) umfasst
insgesamt 142 Bücher, von denen aber nur 35 erhalten sind.
Ovid verfasste grössten Teils Gedichte, die von einer meisterhafte
Leistung zeugen. Zu seinen wichtigsten Werken gehören die Ars amatoria,
die Amores, die Metamorphoses, die Fasti und die Epistulae ex Ponto.
Ovid
hatte einen starken Einfluss auf die Autoren des Mittelalters und der
Renaissence. So haben ihm Shakespeare und Milton viel zu verdanken.
Werke:
Liebeselegische Dichtungen:
Amores: Liebeselegien, zunächst fünf Bücher, die - erhaltene
- zweite Auflage in drei Büchern
Heroides: Briefe von Frauen aus der antiken Mythologie an ihre ungetreuen
Liebhaber, der 15. Brief (Sappho) ist in seiner Echtheit umstritten.
Ars amatoria: Lehrgedicht über die Liebe, zwei Bücher an Männer,
das dritte an Frauen gerichtet und Remedia amoris (Heilmittel gegen die
Liebe).
Große erzählende Dichtungen:
Metamorphosen: Mythologische Weltgeschichte unter dem Leitmotiv der Verwandlung
in 15 Büchern
Fasti: Römischer Festkalender, nur sechs von zwölf projektierten
Büchern vollendet
Dichtungen aus der Verbannung:
Tristia: "Traurige Elegien", fünf Bücher
Epistulae ex Ponto: Vier Bücher, Fortsetzung der Tristia
Ibis: Schmähgedicht auf einem anonym bleibenden Feind in Rom
Ganz oder teilweise verlorene Werke:
Medea: Tragödie, in der Antike gerühmt
De medicamine faciei feminae: Lehrgedicht über die Gesichtspflege,
nur der Anfang erhalten
Halieutica: Lehrgedicht über den Fischfang, zweifelhaft, ob tatsächlich
von Ovid
Phaenomena: Gedicht über die Himmelserscheinungen - nur einzelne
Fragmente
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