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Oswald von Wolkenstein ~ 1376 - 1445
Lebensdaten

Vermutlich auf Burg Schöneck um 1376 im Pustertal als zweiter und deswegen materiell benachteiligter Sohn einer Südtiroler Adelsfamilie geboren. Schon der Großvater hatte sich nach der Burg Wolkenstein im oberen Grödnertal genannt.

um 1387 - um 1400
Zieht als Knappe zu Fuß durch Teile Europas; als Soldat auf Kriegszügen in Preußen und Litauen; bereist u.a. Skandinavien, England, Rußland, Persien, Kreta, Griechenland, Ungarn.
um 1400
Oswalds Vater stirbt und Oswald kehrt nach Tirol zurück.
1401/02
Teilnahme am unglücklichen Italienfeldzug König Ruprechts.
1405
Im Erbschaftsstreit mit seinem Bruder Michael wird Oswald von diesem mit dem Schwert lebensgefährlich verletzt, nachdem er zuvor seine Schwägerin beraubt hatte.
1409-1413
Oswald ist als weltlicher Stellvertreter des Bischofs von Brixen u.a. Richter. Im nahen Chorherrenstift Neustift erwirbt er 1411 Wohnrecht. In den Brixener Jahren Verhältnis mit der Schulmeistertochter Anna Hausmann.
1415
Oswald tritt auf dem Konstanzer Konzil am 16. Februar in die Dienste König Sigmunds. In dessen Auftrag 1415/16 Teilnahme an Gesandtschaftsreisen u.a. nach Portugal, Marokko (Beteiligung an der Eroberung der maurischen Stadt Ceuta) und Frankreich.
1417
Heirat mit Margarete Schwangau. (Für sie schreibt er die wohl ersten privaten deutschen Liebeslieder.)
1420
Herbst: Teilnahme am Hussitenfeldzug. Kurzfristig auf Burg Wyschehrad bei Prag mit anderen Tiroler Rittern eingeschlossen.
1421
Herbst: Oswald wird von seinen Gegnern - u.a im Erbschaftsstreit um Burg Hauenstein bei Seis - auf Schloß Forst bei Meran eingesperrt und gefoltert. Herzog Friedrich IV. von Tirol übernimmt den Gefangenen, der als Mitglied des Südtiroler Adelsbunds schon lang gegen den Herzog opponiert hatte, am 17. Dezember in landesherrliche Haft und läßt ihn erst drei Monate später gegen eine hohe Kaution frei.
1427
1. März: Nach Querelen, Flucht und erneuter Haft wird Oswald von Herzog Friedrich freigelassen und kann die Hauensteinschen Güter erwerben. Als letztes Mitglieder des Südtiroler Adelsbunds unterwirft er sich dem österreichischen Landesfürsten Friedrich.
1429
Im Streit zwischen Domkapitel und dem Bischof von Brixen nimmt Oswald Bischof Ulrich gewaltsam gefangen.
1431/34
Oswald nimmt an den Reichstagen in Nürnberg bzw. in Ulm teil, dort als Berater des seit 1433 zum Kaiser gekrönten Sigmunds.
1445
Am 2. August stirbt Oswald in Meran; er wird nach Neustift überführt und in der Klosterkirche beigesetzt.