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Livius Titus 59 vuZ - 17 uZ
Lebensdaten

Geboren 59 vuZ in Patavium (heute Padua) und auch dort im Jahre 17 uZ gestorben. Die meiste Zeit seines Lebens verbrachte er in Rom, wo er u. a. als Lehrer des späteren Kaisers Claudius I. tätig war.

Livius und Ovid waren zwei der besten und berühmtesten Schriftsteller Roms. Beide Künstler lebten zur Zeit des Augustus (Livius 59 vor Chr - 17 Nach Chr. und Ovid 43 vor Chr. - 17 nach Chr.).
Titus Livius war ein Historiker und Geschichtsschreiber, dessen Lebenswerk die Schaffung einer römischen Geschichte, die von der Gründung Roms bis zu seiner Zeit reichte, war. Sein Werk (ab urbe condita) umfasst insgesamt 142 Bücher, von denen aber nur 35 erhalten sind.
Ovid verfasste grössten Teils Gedichte, die von einer meisterhafte Leistung zeugen. Zu seinen wichtigsten Werken gehören die Ars amatoria, die Amores, die Metamorphoses, die Fasti und die Epistulae ex Ponto. Ovid hatte einen starken Einfluss auf die Autoren des Mittelalters und der Renaissence. So haben ihm Shakespeare und Milton viel zu verdanken.

Werke:
Ab urbe condita libri, die Darstellung der Römischen Geschichte von 753 vuZ - 9 vuZ. Sie umfasste 142 Bücher und enthält die Historien seit Gründung der Stadt. Vollständig erhalten sind jedoch nur 35 Bücher; und zwar:
Bücher 1 -10 hauptsächlich die mythische Stadtgründung und die frühe Geschichte der Stadt bis zum Beginn des 3. vorchristlichen Jahrhunderts und die Bücher
Bücher 21-45 (ab Buch 41 nur fragmentarisch), in denen die Zeit vom Ende des 3. bis zur Mitte des 2. vorchristlichen Jahrhunderts mit dem zweiten Punischen Krieg und den Makedonischen Kriegen geschildert wird. Von verschiedenen dazwischenliegenden Bücher sind nur Bruchstücke erhalten.

Livius schrieb seine Geschichte Roms unter der Herrschaft des Kaisers Augustus, als das Römische Reich den gesamten Mittelmeerraum beherrschte und eine kulturelle und wirtschaftliche Blütezeit erlebte. Seine Aufzeichnungen verklären die Frühgeschichte teilweise sehr stark. In seiner Darstellung führte Livius inhaltlich und formal die republikanische Annalistik weiter, die die Ereignisse chronologisch fortschrieb. Er verwendete das Material, das er in den Berichten früherer römischer Geschichtsschreiber fand, ohne die Fakten selbst und die Glaubwürdigkeit dieser Quellen zu überprüfen. Stärker als seine historische Zuverlässigkeit muss daher sein literarischer Stil gewürdigt werden, der stark an die Rhetorik Ciceros anknüpft. So geraten ihm besonders Einzelereignisse wie Schlachten oder Versammlungen zu eindrucksvollen Erzählungen von großer Lebendigkeit und Dramatik.

Livius galt schon in der Antike bis ins frühe 19. Jahrhundert als bedeutende Autorität in historischen Fragen. Erst in der jüngeren Zeit rückte im Zuge einer kritischen Geschichtswissenschaft, die ihn aufgrund seiner historischen und sachlichen Unzuverlässigkeit verwarf, seine literarisch-künstlerische Leistung stärker ins Blickfeld.