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Lao-Tse
~ 600 Geboren wahrscheinlich ~ 604 in K'hüjen, in der chinesischen Provinz Honan. Sein Name bedeutet übersetzt "alter Sohn". Sein Todesjahr ist unbekannt. Begründer des Taoismus und vermutlich Verfasser des Tao-te-ching. Über sein Leben ist sehr wenig bekannt. Er soll in Lo-yang, der Hauptstadt der Chou-Dynastie gelebt haben. Aus Enttäuschung darüber, daß seine Lehren und Ratschläge so wenig befolgt wurden, soll er gegen Ende seines Lebens das Land, auf einem schwarzen Wasserbüffel reitend, verlassen haben. Das ihm zugeschriebene Werk Tao-te-ching beschreibt in 81 Kapiteln den Begriff des »Tao«, der jedoch nicht genau definiert wird. Der eigentliche Sinn des Tao-te-ching bleibt daher im Verborgenen. Tao stellt keine persönliche Gottheit dar und wird übersetzt mit Weg, Urgrund, Ungrund, Ursprung, Ratio, Logos. Das Tao erzeugt das Eine, daraus entsteht die Zwei, diese
bringt die Drei hervor und daraus entstehen alle Dinge. Das Tao ist gewissermaßen
das immanente Weltgesetz, das Gesetz der Natur, das dem fließenden
Wasser gleicht. Der Mensch soll sich ihr durch »wu-wei« (=
Nicht- Handeln, sich nicht einmischen) anzugleichen versuchen. Damit steht
die Lehre vom Tao im Gegensatz zum Konfuzianismus, der als Staatsphilosophie
mehr auf die Befolgung äußerer Riten gerichtet ist. Im Taoismus
dagegen gilt das Streben nach Macht, äußerem Fortschritt und
Kultur eher als schädlich.
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