Homburg
Ernst Christoph
Damen
ohne Freyer
Kluge Sinnen / schöne
Dahmen /
Wie man euch wil sonst benahmen /
Kommet / horet / was jhr seyd /
Klapper-werck / vnd halbe Leut' /
Jhr so nur als Nonnen
schlaffet /
Keinen Serviteur euch schaffet /
Seyd gebethen kompt heran /
Jetzo wil ich heben an.
Eine Scheide sonder
Messer /
Ohne Zapffen lehre Fässer /
Reinick-fuchß doch sonder Schwantz /
Eine Kirchmeß ausser Tantz.
Land / so nimmer wird
gepflüget /
Geld / das nur im Kasten lieget /
Kühe / die nur gellen gehn /
Vhren / so stets stille stehn.
Schöne Geigen
sonder Quinten /
Gute Schreiber ohne Dinten /
Ein gebort Loch sonder Pflock' /
Ohne Baart ein Ziegenbock.
Eine Kugel sonder
Kegel /
Starcke Trescher ohne Flegel /
Eine Laute sonder Thon /
Dreßden sonder Garnison.
Eine Wage sonder Schüssel
/
Dann ein Maalschloß sonder Schlüssel /
Eine Wieger ausser Kind /
Vnd ein Blaßbalg ohne Wind.
Ohne Artzeney ein
Krancker /
Grosse Schieffe sonder Ancker /
Schöne Glocken ausser Klang /
Nachtigallen ohne Sang.
Eine Stube sonder
Ofen /
Sonder Schwein' ein Schweines-Kofen /
Schöne Fenster sonder Liecht /
Reich seyn / dem doch Geld gebricht.
Hübsche Gärtten
quit von Rosen /
Ohne Färtzer grosse Hosen /
Kunst / die man nicht wendet an /
Wein / so man nie trincken kann.
Weitzen Garben sonder
Körner /
Schöne Hirsche sonder Hörner /
Fillis die nur Jungfer ist.
Kurtzweil-frey zu jeder Frist.
Diese Dinge muß
man schmücken /
Hin zur Mess' auff Leiptzig schicken /
Nicht ob hoher Würdigkeit
Nur das man sie thut beyseit.
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