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Homburg Ernst Christoph 1607-1681
Lebensdaten

Geboren am 1.3.1607 in Mihla bei Eisenach als Sohn des Pfarrers Berthold Homburg und seiner Ehefrau Ottilie in Naumburg.

1632: Studium der Rechtswissenschaften in Wittenberg.
Er verfaßte zunächst rein weltliche Gedichte, wie Oden, Sonetten, Epigramme, geprägt durch die Mode der damaligen Leipziger Studentenschaft.
Ab 1635: Reise in die Niederlande.
1642: Anstellung als Gerichtsaktuar und Rechtskonsulent. Er heiratete im gleichen Jahr.
1659: Schwere Erkrankung, die dazu führte, daß er sich geistlichen Liedern zuwandte. Aus dieser Zeit stammen später so weit verbreitete Lieder wie "Kommst du, kommst du, Licht der Heiden", das Passionslied "Jesu, meines Lebens Leben", oder das Himmelfahrtslied "Ach, wundergroßer Siegesheld".
Seine geistlichen Lieder sind im traditionellen protestantischen Geist gehalten, lassen aber oft auch die in dieser Zeit häufige melancholische Grundstimmung aufklingen.
Seit 1648: Mitglied der "Fruchtbringenden Gesellschaft". Er wird meist nicht als schöpferischer, sondern eher als nachgestaltender Dichter, wenn nicht gar als "Übersetzer" bezeichnet. Dies wertet aber seine Bedeutung nicht herab, da er damit durchaus den Gepflogenheiten seiner Zeit entsprach. Der Mangel an eigener Kreativität muß aber berücksichtigt werden, er ist vielleicht mit ein Grund dafür, daß seine Lieder im heutigen evangelischen Kirchengesang fast vollständig verschwunden sind.