literatur pinselpark    


  Home
Zum Autor
Sitemap/Inhalt
Vorherige Seite
Hölderlin Friedrich 1770 - 1843
Lebensdaten

Geboren am 20. März in Lauffen am Neckar geboren, gestorben am 7. Juni 1843 in Tübingen.

1784: Besuch niedere Klosterschule in Denkendorf bei Nürtingen
1786-88: Besuch höhere Klosterschule in Maulbronn.
1788: Theologiestudium im Tübinger Stift. Dort lernt er Hegel kennen. Dichterbund mit Neuffer und Magenau.
1789: Bekanntschaft mit Gotthold Friedrich Stäudlin und Schubart.
1790: Magisterarbeiten: Geschichte der schönen Künste unter den Griechen bis zu Ende des Perikleischen Zeitalters und Parallele zwischen Salomons Sprüchwörtern und Hesiods Werken und Tagen.
Schelling tritt ins Tübinger Stift ein.
1791: Erste Publikation von vier Gedichten in Stäudlins "Musenalmanach fürs Jahr 1792".
1793: Hölderlin lernt den Jura-Studenten Isaak von Sinclair kennen. Abschlußexamen.
Hofmeisterstelle ab Dezember 1793.
1794: Im November Aufenthalt mit dem Zögling Fritz von Kalb in Jena. Besuch von Vorlesungen Fichtes. Umgang mit Schiller. Erstes Zusammentreffen mit Goethe.
Das Fragment von Hyperion erscheint in der "Thalia".
Im Dezember Umzug nach Weimar mit Charlotte und Fritz von Kalb. Besuch bei Herder.
1795: Beendigung der Hofmeistertätigkeit im Hause von Kalb. Rückkehr nach Jena. Teilnahme am Kolleg Fichtes. Umgang mit Schiller. Beginn der Freundschaft mit Sinclair.
Ende Mai oder Anfang Juli plötzliche Abreise aus Jena. Im Juli Besuch bei Schelling in Tübingen. Im Dezember ist Schelling bei Hölderlin in Nürtingen.
1796: Hofmeisterstelle in Frankfurt bei der Familie Gontard. Bald Liebe zur Hausherrin Susette, von Hölderlin "Diotima" genannt.Im Sommer dringen Truppen der französischen Republik bis Frankfurt vor. Mit Susette Gontard und den Kindern reist Hölderlin über Kassel nach Bad Driburg. Bekanntschaft mit Wilhelm Heinse. Im Herbst Rückkehr nach Frankfurt.
Im April erscheint der erste Band des Hyperion.
179:8 Im September Trennung vom Haus Gontard. Aufenthalt in Homburg. Arbeit am Empedokles und an den philosophischen Aufsätzen. Im September Zusammentreffen mit Hegel in Frankfurt. Im November auf Einladung Sinclairs Teilnahme am Rastatter Kongreß. Starker Eindruck durch revolutionäre Republikaner wie Baz und Muhrbeck.
1799: Fortsetzung der Arbeit am Empedokles und an den philosophischen Aufsätzen. Im Oktober erscheint der zweite Band des Hyperion.
1800: Im Juni Ende des ersten Homburger Aufenthalts. Hölderlin wohnt kurze Zeit in Nürtingen bei seiner Mutter, zieht dann weiter nach Stuttgart, wo ihn sein Freund, der Kaufmann Landauer, aufnimmt.
180:1 Von Januar bis April Hofmeisterstelle im schweizerischen Hauptwil; dann Rückkehr nach Nürtingen. Ende Dezember Aufbruch nach Frankreich.
1802 Eintreffen in Bordeaux, wo Hölderlin Hauslehrer bei der Familie des Konsuls Meyer wird. Im Juni Rückkehr nach Deutschland.
Nervliche Erschöpfungs- und Erregungszustände, die allmählich abklingen.
Am 22. Juni stirbt Susette Gontard.
Im Juli Aufenthalt in Nürtingen und Stuttgart. Im September Reise mit Sinclair nach Regensburg.
1803: Hölderlin wohnt in Nürtingen im Haus seiner Mutter. Im Juni Zusammentreffen mit Schelling im Kloster Murrhardt.
1804: Die Sophokles-Übertragungen erscheinen im Frankfurter Verlag Friedrich Wilmans. Im Juni Übersiedlung nach Homburg. Anstellung als Hofbibliothekar, von Sinclair vermittelt und finanziert.
1805: Sinclair wird unter dem Vorwurf, einen Anschlag auf den Kurfürsten von Württemberg geplant zu haben, von württembergischem Militär festgenommen. Beginn des Hochverratsprozesses gegen ihn und andere in Ludwigsburg. Ein medizinisches Gutachten, das Hölderlin Wahnsinn attestiert, verhindert seine Auslieferung. Sinclair wird im Juli aus der Haft entlassen.
1806: Am 11. September wird Hölderlin, dessen "Wahnsinn" laut Sinclair "eine sehr hohe Stufe" erreicht hat, gegen seinen heftigen Widerstand ins Tübinger Autenriethsche Klinikum eingeliefert. Erfolglose Therapieversuche.
1807 Hölderlin wird als unheilbar krank aus der Klinik entlassen und dem Tischlermeister Zimmer in Tübingen zur Pflege übergeben. Hier, bei der Familie Zimmer im umgebauten Stadtturm (heute Hölderlinturm), verbringt Hölderlin die zweite Hälfte seines Lebens.
1822 Weitere Auflage des Hyperion. Beginn des Umgangs mit Wilhelm Waiblinger.
1826 Erste Gedichtsammlung: Gustav Schwab und Ludwig Uhland geben 69 Gedichte Hölderlins und Teile des Empedokles heraus.
1843: Hölderlin stirbt am 7. Juni in Tübingen.