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Heinrich von Morungen 1165? - 1222
Lebensdaten

1218:
Ein »miles Henricus de Morungen« erscheint als Zeuge in einer Urkunde des Markgrafen Dietrich von Meißen (gest. 1221) und wird dort als »miles emeritus« (Ritter »außer Diensten«) bezeichnet. Wenn Heinrich von Morungen mit diesem identisch ist, dann stammt er aus Thüringen und nannte sich nach einer Burg bei Sangershausen. - Einer Urkunde aus dem Jahr 1217 ist zu entnehmen, daß Heinrich »wegen großer Verdienste« eine Pension von Markgraf Dietrich von Meißen bezog, die er in eben dieser Urkunde dem Leipziger Thomaskloster überschrieb.
1222:
Heinrich stirbt im Leipziger Thomaskloster, wo er seinen Lebensabend verbracht hat - so zumindest berichtet eine Handschrift des Klosters aus dem 16. Jh., deren Zuverlässigkeit umstritten ist und die auch von einer Indienreise des Dichters weiß.
13./14. Jh.
In die großen Sammelhandschriften (Kleine Heidelberger Liederhandschrift, Weingartner Liederhandschrift, Große Heidelberger oder Manessische Liederhandschrift) werden unter dem Namen Heinrichs insgesamt 35 Minnelieder (115 Strophen) aufgenommen.
1459:
Aus diesem Jahr stammt die erste erhaltene Fassung der bereits um 1220 erwähnten Ballade vom edlen Moringer, die von Heinrichs Indienreise erzählt. Bei seiner Heimkunft - so die Ballade - muß er von der Verbindung zwischen seiner Frau und dem Minnesänger von Nifen erfahren.
1803:
Ludwig Tieck übersetzt eine größere Zahl von Heinrichs Liedern und nimmt sie in seine Anthologie Minnelieder aus dem schwäbischen Zeitalter auf. (Nach der Zahl der Lieder steht er dort noch vor Walther von der Vogelweide.)