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Heine Heinrich 1797-1856
Lebensdaten

Am 13. Dezember 1797 in Düsseldorf geboren.

1815-19   Heine, der aus einem jüdischen Kaufmannshaus stammt und bis 1825 den Vornamen Harry trägt, beginnt nach seiner Schulzeit eine kaufmännische Lehrzeit, zunächst in Frankfurt a. M., von 1816 an im Hamburger Bankhaus seines Onkels Salomon Heine, der ihm 1818 das Manufakturwarengeschäft »Harry Heine und Comp.« einrichtet, das jedoch schon nach einem halben Jahr in Konkurs geht.

1819-25   Nach dem Scheitern der kaufmännischen Laufbahn beginnt Heine, wiederum mit Unterstützung des Onkels, ein juristisches Studium, hört aber auch historische und philologische Vorlesungen, erst in Bonn, ab 1820 in Göttingen. Im Februar 1821 geht Heine nach Berlin, wo er bald Zugang zu literarischen Kreisen, etwa dem Salon Rahel Varnhagens, gewinnt.
1822 erscheint der Band Gedichte (später als »Junge Leiden« ins Buch der Lieder aufgenommen).
1823 erscheint Tragödien nebst einem lyrischen Intermezzo (darin Almansor und William Ratcliff). - Anfang 1824 kehrt Heine nach Göttingen zurück, um sein Studium fortzusetzen.
1825 läßt sich Heine taufen und nennt sich fortan Heinrich; er beendet sein Studium mit einem Doktorexamen.

1826-27   Der 1. Band der Reisebilder (mit der Harzreise) erscheint 1826 bei Hoffmann & Campe, von nun an Heines Verlag. Der 2. Band der Reisebilder erscheint 1827 (mit Ideen. Das Buch Le Grand).

1827   Heine unternimmt eine England-Reise; nach der Rückkehr stellt er seine (zuvor kritisch gesichteten) Gedichte zusammen, die dann als Buch der Lieder erscheinen. Ab Ende 1827 in München, wo Heine in der Redaktion von Cottas »Neuen allgemeinen politischen Annalena arbeitet.

1828-30   Italien-Reise. Der Versuch, eine Professur in München zu erlangen, scheitert. Nach dem Tod seines Vaters hält sich Heine in Hamburg auf. Er bereitet den 3. Band der Reisebilder (1830 erschienen) vor, in dessen novellistische Bäder von Lucca er eine vernichtende Kritik Platens einrückt, der ihn in seinem »Romantischen Ödipus« angegriffen hatte. Im Sommer 1830 Reise nach Helgoland.

1831  Im Mai geht Heine nach Paris, wo er bis zu seinem Tod bleiben wird. Er findet rasch Zugang zu literarischen Zirkeln und nimmt an saint-simonistischen Soireen teil. Er schreibt als Korrespondent für die Augsburger »Allgemeine Zeitung« und verschiedene französische Journale.

1833   Seine Berichte erscheinen als Buch unter dem Titel Französische Zustände, zugleich als Heines erstes Buch in französischer Sprache (De la France).

1834   Der 1. Band des Salon erscheint, darin Französische Maler und Aus den Memoiren des Herren von Schnabelewopski.

1835   Das Bundestags-Verbot aller jungdeutschen Schriften trifft auch Heine. Die französische Regierung gewährt ihm eine Pension. - Im 2. Band des Salon erscheint Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland.

1836   Die romantische Schule erscheint als erweiterte Fassung seiner Berichte Zur Geschichte der neueren schönen Literatur in Deutschland (1833).

1837   Im 3. Band des Salon erscheint die Polemik gegen Wolfgang Menzel Über den Denunzianten sowie Florentinische Nächte und Elementargeister.

1840   Im 4. Band des Salon erscheint die Fragment gebliebene Erzählung Der Rabbi von Bacherach (entst. schon 1824/25) und die Briefe Über die französische Bühne. Auseinandersetzungen mit dem rigorosen Republikanismus Börnes und seiner Anhänger fanden ihren Niederschlag in der Schrift Heinrich Heine über Ludwig Börne.

1841   Heirat mit Mathilde Mirat.

1843   In Laubes »Zeitschrift für die elegante Welt« erscheint das Versepos Atta Troll. Ein Sommernachtstraum (Buchausgabe 1847). Im Oktober fährt Heine erstmals wieder nach Deutschland und besucht seine Familie im von einem Brand zerstörten Hamburg. Den Bericht dieser Reise gibt er in dem Versepos Deutschland. Ein Wintermärchen, das 1844 innerhalb der Sammlung Neue Gedichte erscheint. Heine lernt den jungen Marx kennen, der nach dem Verbot der »Rheinischen Zeitung« ebenfalls nach Paris gegangen war.

1846   Augenerkrankung und fortschreitende Lähmung. Ab 1848 ist Heine an sein Bett, die »Matratzengruft«, gefesselt.

1851   Das fürs Londoner Theater geschriebene »Tanzpoem« Der Doktor Faust und die neue Gedichtsammlung Romanzero erscheinen.

1854   Vermischte Schriften (3 Bde.; in Bd. 1 u. a. die Gedichte 1853 und 1854, in Bd. 2 und 3 die Lutetia).

1856   Am 17. Februar stirbt Heine in Paris. - Postum erscheinen Letzte Gedichte und Gedanken (1869) und die Memoiren (1884)