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Hartmann von Aue (2. Hälfte des 12. Jh. - Anfang des 13. Jh.)
Lebensdaten

Mittelhochdeutscher Dichter.
Schwäbischer Ritter, einem Ministerialengeschlecht entstammend; gelehrte Bildung, Belesenheit; Teilnahme am Kreuzzug Friedrich Barbarossas 1197; Verbindung von geistlicher Poesie und Ritterdichtung. Schöpfer des idealistischen deutschen Romans; Pflege der Form; Erziehung zur "mâze" und "staete". Festigung des höfischen Epenstils; Vorbild für Gottfried von Straßburg.

Er dichtete Lieder der hohen Minne zwischen 1190 und 1198. Abkehr vom herkömmlichen Minnesang; Bekenntnis zur niederen Minne; nach Kreuzzugserlebnis Wendung von der irdischen zur himmlischen Minne. Kreuzzugslieder, eine didaktische Minnelehre, das sog. "Büchlein".
Seine Hauptbedeutung liegt aber auf dem Gebiet der Epik. Nach dem Vorbild des französischen Epikers Chrétien de Troyes schuf er die ersten mittelhochdeutschen Artusromane "Erec" und "Iwein". Während Erec im Spannungsfeld von Minne und Ritterdienst seine Ritterpflichten vergißt, versagt Iwein in der Minne. Daneben sind noch zwei höfische Verslegenden erhalten: "Der arme Heinrich" und "Gregorius". H. stand seiner Zeit nicht unkritisch gegenüber. Sein klarer, durch rhetorische Stilmittel geprägter Versstil wurde Vorbild für spätere Dichtergenerationen.