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Harsdörffer Georg Philipp 1607-1658
Lebensdaten
1607 Am 1. November in Fischbach bei Nürnberg
aus reicher Patrizierfamilie geboren.
1623-26 Studium der Jurisprudenz in Altdorf.
1626 Studium der Philosophie, Mathematik, Geschichte und der
neueren Sprachen in Straßburg.
1626-31 Bildungsreise durch Frankreich, die Niederlande,
England, Italien.
1634 Gerichtsassessor in Nürnberg.
1641 Frauenzimmer Gesprechspiele (8 Bde. bis 1649), eine der
ersten deutschen Zeitschriften, Beispiel der Spiel- und Konversationsliteratur,
nach romanischem Vorbild, bestimmt für ein patrizisch-aristokratisches
Publikum.
1642 Mitglied der »Fruchtbringenden Gesellschaft«.
1643 Mitglied der »Teutschgesinneten Genossenschaft«.
1644 Zusammen mit Johann Klaj (1616-56) Gründung des »Pegnesischen
Hirten- und Blumenordens«, einer Dichtervereinigung; Mitverfasser des
Pegnesischen Schaefergedichts (mit Klaj); Das geistliche Waldgedicht
oder
Freudenspiel, genannt Seelewig (Oper).
1645 Fortsetzung der Pegnitz-Schäferey.
1647 Poetischer Trichter (3 Bde. bis 1653), eine der wirkungsvollsten
Poetiken der Barockepoche, die das klangmalerische, auf dekorative Effekte
bedachte Ideal der Nürnberger Schule darlegt.
1649 Hertzbewegliche Sonntagsandachten (2. Bd. 1652); Der
Grosse Schau-Platz Jämmerlicher Mordgeschichte (8 Bde. bis 1652).
1650 Der Grosse Schau-Platz Lust- und Lehrreicher Geschichte
(2. Bd. 1651); Nathan und Jotham (2. Bd. 1652; Lehrgedicht).
1655 Mitglied des Hohen Rates von Nürnberg. Ars Apophthegmatica
(Sammlung von 6000 Sinnsprüchen).
1656 Der Teutsche Secretarius (Formularbuch).
1658 Am 17. September stirbt Harsdörffer in Nürnberg.
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