literatur pinselpark    


  Home
Zum Autor
Sitemap/Inhalt
Vorherige Seite
   
  Suche /Wörterbuch
Forum
Mail
Seite weiterempfehlen

Drucken
Disclaimer
Wichtige Downloads

 

Gryphius Andreas

Threnen in schwerer kranckheit

ICh bin nicht der ich war / die kräffte sind verschwunden.
Die glider sind verdort / als ein durch brandter graus.
Mir schawt der schwartze tod zu beyden augen aus.
Ich werde von mir selbst nicht mehr in mir gefunden.
Der Athem will nicht fort / die zunge steht gebunden.
Mein hertz empfindet schon den letzt und höchsten straus.
Ein jeder der mich siht / sicht das mein schwaches haus /
Der leib ein brechen wird / noch inner wenig stunden.
Gleich wie die wiesenblum lebt wen das licht der welt
Hervor bricht / vnd noch ehr der mittag weggeht / fällt;
So bin ich auch benetzt mitt threnentaw ankommen.
So sterb ich vor der zeitt. O erden gutte nacht!
Mein stündlin laufft zum end / itzt hab ich ausgewacht
Vnd werde von dem schlaff des todes eingenommen.