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Groth Klaus (Johann)
Lebensdaten
Geboren am 24.4.1819 in Heide /Dithmarschen, gestorben am 1.6.1899 in
Kiel.
Eigentlichen Begründer der neuniederdeutschen Literatur. Als Sohn
eines Müllers lernte er früh die Landwirtschaft seiner Heimat
Dithmarschen kennen.
1833 Beginn einer Schreinerlehre
1837 wechselte auf das Lehrerseminar in Tondern.
1841 mußte er seine Ausbildung abbrechen; er kehrte nach Heide zurück
und nahm eine Lehrstelle an einer Mädchenschule an.
1847 erlitt der immer kränkliche Groth einen körperlich-seelischen
Zusammenbruch und quittierte den Schuldienst. Bis zu seiner Genesung
1853
lebte e rauf Fehmarn. Hier entstand die Gedichtsammlung Quickborn.
1853 zog er nach Kiel um und unternahm größere Bildungsreisen.
1856 Ehrendoktorwürde der Universität Bonn
1858 Habilitation in Kiel, blieb jedoch Honorarprofessor für deutsche
Sprache und Literatur. Er versuchte, das Niederdeutsche zu einer Literatursprache
auszubauen, in der auch ernsthafte Themen abgehandelt werden konnten.
Darüber kam es zum Streit mit Fritz Reuter, der Groths Bestreben,
mit einer niederdeutschen Bewegung zur Erneuerung der deutschen Geisteswelt
entscheidende Beiträge zu leisten, ablehnte.
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