|
|
Gebrüder Grimm
Jacob Grimm und Wilhelm Grimm
Lebensdaten
Jacob Grimm geboren am 04.01.1785, gestorben am 20.09.1863
in Berlin;
Wilhelm Grimm geboren am 24.02.1786, gestorben am 16.12.1859 ebenfalls
in Berlin
Begründer der Germanistik, Literatur und Sprachwissenschaftler,
Märchensammler.
In die Literaturgeschichte als Brüder Grimm eingegangen.
1798: Besuch des Lyzeums in Kassel, danach Studium der Jurisprudenz in
Marburg.
1806: Wilhelm legt die Staatsprüfung ab und zieht zu seinen Bruder
Jacob nach Kassel.
Aufgrund der guten Französischkenntnisse wird Jacob mit Beginn der
französischen Herrschaft Sekretär beim hessischen Kriegsparlament
in Kassel und später Verwalter der Privatbibliothek König Jérome
Bonapartes von Westfalen in Kassel. Beide widmen sich dem Studium der
altdeutschen Sprache und Literatur. Sie befreunden sich mit Armin und
Clemens Brentano, die altes Liedgut für des Knaben Wunderhorn
sammeln. Die Sammeltätigkeit der Brüder richtet sich anfangs
auf internationale Volkslieder und findet 1812-1822 ihren Niederschlag
in den Kinder- und Hausmärchen (3 Bde.) Berlin 1812-1822.
Die Überarbeitungen übernimmt Wilhelm.
1814 Wilhelm wird Bibliothekssekretär des Kasseler Kurfürsten;
Jacob reist in diplomatischer Mission nach Paris und Wien.
1816 wird Jacob zweiter Bibliothekar an der Seite des Bruders in Kassel
1816/1818 erscheinen die Deutschen Sagen in 2 Bänden
1819-1837 Die Deutsche Grammatik (4 Bände) wurde von
Jacob verfaßt
1828 Jacobs Dokumentation Deutsche Rechtsaltertümer
1829 vollendet Wilhelm sein Hauptwerk Die deutsche Heldensage
1830 erfolgt für beide der Ruf an die Universität Göttingen,
wo sie als Professoren und Bibliothekare wirken
1835 legt Jacob seine Deutsche Mythologie vor
1837 protestieren die Brüder Grimm mit fünf weiteren Universitätskollegen
gegen den Verfassungsbruch des Königs von Hannover (Göttinger
Sieben) und werden suspendiert
1838 kommt das Angebot der Weidmannchen Buchhandlung Berlin ein neues
großes Wörterbuch der deutschen Sprache abzufassen
1840 erfolgt ihre Berufung durch Friedrich Wilhelm IV. an die Berliner
Universität
1848 veröffentlicht Jacob Grimm die Geschichte der deutschen
Sprache. Er wird Abgeordneter des Wahlkreises Mühlheim-Essen-Dinslaken
und zieht ins Frankfurter Paulskirchenparlament ein. Zur Einigung aller
Deutschen und zur rechts- staatlichen Ordnung wolle er beitragen, wie
er in seinem Antrag zum Art. 1 der Grundrechte formuliert, der allerdings
abgelehnt wird.
1848 verläßt Jacob den Universitätsbetrieb
1852 beendet Wilhelm seine Lehrtätigkeit, um sich ganz der wissenschaftlichen
Arbeit zu widmen
1854 wird der 1. Band des Deutschen Wörterbuches vorgelegt,
bis zum Tod von Jacob Band 2 und 3. Der sogenannte Grimm (32 Bände)
wurde erst 1960 fertiggestellt.
|