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Gerhardt Paul Ich weiß, mein Gott, daß all mein Tun Ich weiß, mein Gott, daß all' mein Tun und Werk in Deinem Willen ruhn, von Dir kommt Glück und Segen; was Du regierst, das geht und steht auf rechten, guten Wegen. Es steht in keines Menschen Macht, daß sein Rat werd' ins Werk gebracht und seines Gangs sich freue; des Höchsten Rat, der macht's allein, daß Menschenrat gedeihe. Es fängt so mancher weise Mann ein gutes Werk zwar fröhlich an und bringts doch nicht zustande; er baut ein Schloß und festes Haus, doch nur auf lauter Sande. Gib mir Verstand aus Deiner Höh, auf daß ich ja nicht ruh' und steh' auf meinem eig'nen Willen; sei Du mein Freund und treuer Rat, was recht ist, zu erfüllen. Was Dir gefällt, das laß auch mir, o meiner Seele Sonn' und Zier, gefallen und belieben; was Dir zuwider, laß mich nicht in Wort und Tat verüben. Ist's Werk von Dir, so hilf zu Glück; ist's Menschenwerk, so treib zurück und änd're meine Sinnen. Was Du nicht wirkst, das pflegt von selbst in kurzem zu zerrinnen. Tritt Du zu mir und mache leicht, was mir sonst fast unmöglich deucht, und bring' zum guten Ende, was Du selbst angefangen hast durch Weisheit Deiner Hände. Du bist mein Vater, ich Dein Kind; was ich bei mir nicht hab' und find' hast Du zu aller G'nüge. So hilf mir, daß ich meinen Stand wohl halt' und herrlich siege. Dein soll sein aller Ruhm und Ehr; ich will Dein Lob je mehr und mehr aus hocherfreuter Seelen vor Deinem Volk und aller Welt, solang ich leb', erzählen. |