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Geibel Emmanuel 1815 - 1884 Geboren am 17. 10. 1815 in Lübeck, gestorben am 6.4.1884 in Lübeck. 1852 erhielt er die Ehrenprofessur für deutsche Literatur und Poetik von seinem Bewunderer Maximilian II., dem damaligen König von Bayern. Er gehörte bis 1868 einem auf Formkunst bedachten Dichterkreis an. Danach kehrte er nach Lübeck zurück. Geibel war ein Spätromantiker. Seine Werke folgten einem klassizistischen Schönheitskult, konnten aber nie tiefere Gefühle vermitteln. Seine Gedichte waren formvollendet und allein auf die Ästhetik ausgerichtet. Der Stil der Romantik schwingt deutlich mit, nachdem sie längst verstrichen war. Seine patriotischen Gedichte bildeten einen scharfen Kontrast zu den Jungdeutschen und den Naturalisten, von denen er heftig angegriffen wurde. Einige seiner Gedichte wurden im Nationalsozialismus benutzt; „Deutschlands
Beruf“ z.B. lieferte das bekannte Schlagwort „Am deutschen
Wesen soll die Welt genesen“. Das wohl bekannteste Werk ist sein
Gedicht „Burschenlust“, auch bekannt unter dem Titel „Der
Mai ist gekommen“. Ohne Erfolg versuchte er sich als Dramatiker.
Bekannt wurde er auch durch die Übersetzung antiker Lyrik.
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