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Friedrich
von Hausen
Ich sihe wol,
daz got wunder kann
von schoene würken ūz wībe.
daz ist an ir wol schīn getān,
wan er vergaz niht an ir lībe.
Den kumber, den ich līde,
den wil ich gerne hān,
ze diu daz ich mit ir belībe,
und al mīn wille sül ergān.
min vrouwe sehe, waz sī des tuo!
dā stāt dehein scheiden zuo.
Si gedenke niht, daz ich sī der man,
der sī ze kurze wīlen minne.
ich hān von kinde an sī verlān
daz herze mīn und al die sinne.
Ich wart an ir nie valsches inne,
sīt ich sī sō liep gewan.
mīn herze ist ir ingesinde
und wil ouch staete an ir bestān.
mīn vrouwe . . .
Übersetzung:
Ich
sehe gut, daß Gott wahre Wunder /
an Schönheit bei einer Frau bewirken kann. /
Das ist an ihr sichtbar geworden, /
denn er vergaß nichts bei ihrem Aussehen. /
Den Schmerz, den ich erleide, /
den will ich gerne ertragen, /
dafür, daß ich bei ihr bleiben kann /
und alle meine Wünsche sich erfüllen. /
Meine Herrin soll darauf achten, wie sie das ermögliche! /
Da gibt es keine Ausflucht.
Sie soll nicht denken, daß ich ein solcher Mann bin, /
der sie nur zur Kurzweil liebt. /
Ich habe seit meinen jungen Jahren mein Herz /
und alle Sinne ihr überlassen. /
Ich habe an ihr nie einen Fehler entdeckt, /
seitdem ich mich so in sie verliebt habe. /
Mein Herz ist ihre Dienerin /
und will unverbrüchlich bei ihr bleiben. /
Meine Herrin . . .
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