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Fehrs
Johann
Hinrich
Itzehoe
Tiefgrüner
Sammet auf dem feuchten Grund;
Und Kuckucksblumen heben hoch das Haupt
Und grüßen sich im Putz mit vielem Anstand
Und schielen spöttisch auf das Gänseblümchen,
Das aus Versehn den Gruß auf sich bezieht
Und still bescheiden wieder nickt. Gen Abend
Bis hin zum Dämmerring des Horizonts
Erstrecken sich die Wiesen, Gräben, Deiche,
Und hin und her sieht man die reichen Sitze
Der stolzen Bauern unter Eschen schimmern.
Einst rauschte hier das Meer; die grünen Wogen
Erhoben hoch die weißbehelmten Häupter
Und stürmten brausend gegen jene Dünen,
Die heut an ihrem Rand das Städtchen tragen.
Auf jener Insel, die vom grauen Arm
Des trägen Flusses knapp umspannt wird, baute
Der deutsche Kaiserheld, der große Karl,
Die trotz'ge Burg und zwang die wilden Sachsen,
Die kühn sich bäumten wie des Meeres Wogen.
Heut ist sie hin, und Häuserzeilen ragen,
Wo einst der tapfern Franken Hütten standen,
Und Frieden lächelt um das schmucke Städtchen.
Den Kamm der Dünen schmücken Buchenwälder
Und knorr'ge Eichen trotzen an den Rändern,
Als hielten sie die Wacht vorm grünen Dom.
Wie lieblich glänzt die tausendjähr'ge Stadt!
Sie altert nimmer wie die ew'gen Götter,
Bleibt ewig schön wie Aphrodite, die,
Aus Schaum geboren, herrscht auf grünem Eiland.
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