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Dante Alighieri (1265 bis 1321)
Lebensdaten

Dante wurde  in Florenz geboren und ist das Urbild eines mittelalterlichen florentischen Gelehrten. Infolge seiner Tätigkeit für die papstfeindlichen Guelfen wurde er zu Exil und dann zum Tode verurteilt. Er verbrachte  den Rest seines Lebens auf der Flucht in verschiedenen Städten Italiens.
Neben anderen Werken (z.B. Vita Nuova, Gedichte und einer italienischen) hat Dante die Göttliche Kommödie (Divina Commedia) geschaffen.
Die "Divina Commedia" ist ein in toskanischer Mundart geschriebenes lehrhaftes Gedicht in 100 Gesängen mit 14230 Versen und heute das nach der Bibel meistübersetzte Buch. Es besteht aus drei Hauptteilen: Inferno (Hölle), Purgatorio (Läuterungsberg) und Paradiso (Paradies) und enthält die Geschichte der  Wanderung des Dichters durch diese  Reiche des Jenseits. Die Bereiche sind nach ptolemäischen Weltbild angeordnet. Gallilei hat in seiner Antrittsvorlesung als Mathematik-Professor an der Universität Pisa deren Abmessungen behandelt - so sehr glaubte die damalige Zeit nicht Vision, sondern Realität habe das Bild Dantes bestimmt.

Neben der Behandlung von Motiven der antiken Mythologie und der Bibel stellt das Werk vor allem eine Abrechnung mit Dantes politischen Gegnern dar. Anhand geschichtlicher Figuren beschreibt Dante Qualen und Seligkeiten aufgrund des historischen Verhaltens bekannter Persönlichkeiten seiner Zeit. Will man Dante verstehen, muss man also auch in der Geschichte Italiens bewandert sein und bei Beschaffung eines Buches empfiehlt sich eine ausführlich kommentierte Ausgabe.

Die Divina Commedia ist eines der am schwersten zugänglichen, gleichwohl historisch und literarisch interessantesten Werke der Weltliteratur. Historisch, weil das ständig gespannte und in Bewegung befindliche Verhältnis zwischen Kaisertum und Papsttum an vielen Beispielen -auch aus dem Kreis der Parteigänger- diskutiert wird. Literaturhistorisch, weil Dante in Italien (ähnlich wie Luther mit seiner Bibelübersetzung in Deutschland) neben Petraca und Boccacio ein Mitbegründer der italienischen Hochsprache auf Basis des Dialekts der Toscana ist.
Literarisch weildie vielen beeindruckenden Erzählungen vor dem Auge des Lesers klar wie sonst nirgends Denkweise und Gefühlswelt des mittelalterlichen Gelehrten aufstehen lassen und deshalb nachfolgende Generationen tief beeindruckten.
Dante starb in Ravenna wo sein Grab noch heute zu finden ist.