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Büchner Georg 1813 - 1837 Geboren am 17.10.1813 in Goddelau bei Darmstadt, gestorben 19.02.1837. 1831 Medizinstudium in Strassburg. Dort vertrat er in einer Studentenverbindung die Meinung, die bestehenden politischen Verhältnisse seien gegebenenfalls mit Gewalt umzustürzen. Der Arztberuf war für ihn vorbestimmt durch seinem
Vater, den Obermedizinalrat der hessischen Hauptstadt Darmstadt, Dr. med.
Ernst Büchner. Also begann Büchner 1831 in Strassburg sein Medizinstudium.
Dort vertrat er in einer Studentenverbindung die Meinung, die bestehenden
politischen Verhältnisse seien gegebenenfalls mit Gewalt umzustürzen.
Die den Napoleonischen Kriegen gefolgte Restauration hatte nämlich
mit den Beschlüssen des Wiener Kongress' (1815) die politische Situation
in Europa zementiert. Sie bestärkte die Monarchien und begrub sämtliche
Errungenschaften der Französischen Revolution. In einem Brief aus
dem Jahre 1833 beruhigte Büchner allerdings seine Eltern, indem er
"revolutionäre Kinderstreiche" ausschloss. In Strassburg
verlobte er sich heimlich mit der Pastorstochter Wilhelmine Jaeglé,
bevor er zwecks Studienabschluss an die Universität Giessen wechselte.
Hessische Bürger konnten damals nur an hessischen Universitäten
einen gültigen Studienabschluss machen. Er floh nach Strassburg, später nach Zürich,
um der Verurteilung zu entgehen. In der Schweiz widmete er sich intensiv
den Naturwissenschaften. Er schrieb Abhandlungen über verschiedene
Wirbeltiere, das Nervensystem der Barben und die Schädelnerven. In
jener Zeit entstand auch das fragmentarisch Drama Woyzeck. Mit den in
drei Vorlesungen zusammengetragenen Erkenntnissen beeindruckte er derart,
dass er 1836 an der Universität Zürich zum Doktor promovieren
konnte. Der Forscher Oken vermittelte ihm einen Lehrstuhl für Anatomie.
Zwei Monaten später, am 19. Februar 1837, starb Büchner vermutlich
an Typhus. |