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Brant Sebastian 1457 - 1521 Geboren 1457 in Straßburg als Sohn eines Gastwirts, gestorben am 10.05.1521 in Straßburg. Dichter und Jurist: Er war ein Verteter des Humanismus.
Bekannt wurde er durch die Verssatire Berühmt wurde Brant durch sein satirisch-typologisches Vers-Gedicht "Das Narren Schyff" (1494, mit Holzschnitten von Albrecht Dürer), einem der außergewöhnlichsten und beliebtesten Bücher seiner Zeit. Es erzählt von einem Schiff voller Menschen, die auf der Suche nach einem Paradies für Narren sind und wegen ihres fehlgeleiteten Verhaltens sterben müssen. Jede Figur verkörpert eine Torheit oder ein Laster wie Ehebruch, Gefräßigkeit und Gotteslästerung. Das Buch ist vor allem eine scharfe Anklage der Dummheit, Bosheit und Gottlosigkeit der Vertreter mittelalterlicher Stände und Berufe: Den narren spiegel ich diß nenn / In dem ein yeder narr sich kenn". Das Buch wurde von Erasmus von Rotterdam hochgeschätzt. Das Narren Schyff erfuhr zahlreiche Überarbeitungen und Übersetzungen in nahezu alle europäischen Sprachen. Die Narrenliteratur des 16. und 17. Jahrhunderts um Johann Fischart, Hans Sachs, Abraham a Sancta Clara und Johann Jakob Christoffel von Grimmelshausen wäre ohne die Dichtung kaum möglich gewesen. Im 20. Jahrhundert diente sie u. a. der amerikanischen Schriftstellerin Katherine Anne Porter als Grundlage für ihren Roman Ship of Fools (1962).
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