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Aurbacher Ludwig

Doktor Faust
Kurzer Lebenslauf des Doktor Faust

Die Eltern des weit berühmten Schwarzkünstlers Johannes Faust waren arme, fromme Bauersleute. Er hatte aber einen reichen, kinderlosen Vetter zu Wittenberg, der ihn an Kindes Statt aufzog und fleißig zur Schule anhielt, ihn auch später auf die hohe Schule zu Ingolstadt schickte.

Hier tat sich der junge Faust in Künsten und Wissenschaften trefflich hervor, so dass er in der Prüfung elf anderen Meistern der freien Künste vorgesetzt und selbst mit dem Magisterkäppchen geschmückt wurde.

Da er aber immer mehr zu wissen begehrte, so versuchte er, auf unerlaubte Weise in die Geheimnisse der Natur einzudringen und die dem Menschen gesetzten Schranken zu überschreiten. Nachdem er die Arzneikunst studiert hatte, erforschte er den Himmelslauf und kam endlich auf die Beschwörungen der Geister.

Darüber aber verbrauchte er all sein Hab und Gut - und als er noch in böse Gesellschaft geriet, schloss er zuletzt mit dem Teufel einen Vertrag ab, den er mit seinem Blute unterzeichnen musste. Danach sollte ihm vierundzwanzig Jahre lang ein höllischer Geist als Diener alle Wünsche erfüllen und alle Genüsse verschaffen. Nach Ablauf dieser Frist aber sollte er mit Leib und Seele dem Teufel gehören.

Alsbald fing er denn auch das herrlichste Leben von der Welt zu führen an und wurde ein berühmter und gefürchteter Zauberkünstler, von dessen Taten man sich noch lange nach seinem schrecklichen Ende erzählte.

Von den lustigen Stücken und Teufeleien, die er mit Hilfe seines dienstbaren Geistes Mephistopheles auf seinen Wanderungen durch die weite Welt hie und da vollführte, sind folgende am bekanntesten.