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Arnim Achim von
Reisefluch
Der Heimkehrende
Ach was treibt der Erde Söhne
Sich zu suchen ferne Leiden?
Grüßen uns die schönsten Töne,
Klagen sie ihr schnelles Scheiden,
Und es schließet eine Stille
Unsrer Hoffnung reiche Fülle.
Der Ausreisende
In der Fremde stehen Tische,
Jungfrauen schwingen Rosenketten,
Lieblich wehet da die Frische,
Und wer möcht sich da nicht betten,
Und wer bliebe wohl zu Hause
Von dem festlich hohen Schmause?
Der Heimkehrende
All ihr Wandrer,
bleibt zu Hause,
Denn ihr sucht, was nicht zu finden,
Denn die Rose welkt beim Schmause
Und die Dornen euch umwinden,
Und zerreißt ihr nicht die andern,
Müßt ihr selbst zerrissen wandern.
Der Ausreisende
Dennoch treibt's mich zu den Bergen,
Aus der gleichen breiten Fläche,
Mich der Sonne zu verbergen
Und zu sehn den Quell der Bäche,
Und den Demant aufzufinden,
Der so selten in den Gründen.
Der Heimkehrende
Dort erstarrt der Liebe Atem,
Demant wird die flüssige Quelle,
Meinst du dann, du hast's erraten,
Wo des Demanthauses Schwelle,
Kommst vom Berge mit dem Eise,
Es zerschmilzt in Tränen leise.
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