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Arndt
Ernst Moritz
De krassende Hahn
Een Förster, de im Holt wahnde, hedd twee Sähns, eenen van
twelw den annern van viertein Jåhren. Nu geschach et eenmal, datt
he mit siner Frau utfuhr, un de beiden Jungs blewen alleen to Hus. Sick
de Langewil tö vördriwen gingen se in ehres Vaders Stuw, nehmen
sick jeder een Gewehr, löden se, un gingen in den Gården Sparlinge
to scheten. Se fünden äwerst keene Vägel. As se nu wedder
ut dem Gården herut gahn wullen, spelden se mit den Flinten, as
unfrode Jungs dhon, un leden up eenanner an, as wenn se scheten wullen.
Un as dat Sprickwurt seggt: Wenn de Minsch vörbaden Spill makt,
gift de Düwel ümsünst de Musik dåto - dem öldsten
Jungen ging dat Gewehr los un sin Broder störtete dal as een Sperling,
un was muschdood un mickte nich. In der Angst vör sinem Vader leep
de Jung hen, nam eenen Spaden, un grof sinen Broder in de Erd, wo he fallen
was. Un as he dåbi was, flog een roder Hahn up den Tun, slog de
Flüchten tosam un kraihde mit luder Stimm. Un de Jung sede to em:
Hahn, du swiggst. Un he nam ook de beiden Flinten un hängde se wedder
an ehre Stell. Un as den Awend Vader un Moder to Hus kemen un fragden,
wo sin Broder were, antwurte he as Kain: Wat weet ick, wo he is? He leep
int Holz, glik as ji weg wert, un he is woll sinem Dohnenstieg nahgan
un ward jo woll noch kamen. Un dat wurd spad, un de Jung kam nich un kunn
nich kamen, un de Öldern wurden sehr unruhig un trurig. Äwerst
de Doodscheter let sick nicks marken un dheede, as wenn he van nicks wüßte.
Un se schickten ut in den ganzen groten Forst un lepen sülwst üm
up allen Wegen un dör alle Dohnenstiege un spörden üm in
allen Dörpern ümher, wo he hen to gahn plegde to den Nawers,
un keen Minsch kunnt en wat van dem Jungen vörtellen. Un toletzt
glöwden se, he were in een Water fallen un vörunglückt
edder een Wulf edder anner Undeerd hedd en terreten. Awerst de Hahn lewde
noch, de den Dooden begraben sehn und den Grafgesang dåto kreiht
hedd. Un hier sach man recht, datt ook de dummen un unvörnünftigen
Deerde äwer Doodslag un äwer vörgaten Minschenblood Lut
un Teken van sick gewen mütten, wenn't Gotts Will is, datt et an
den Dag kamen schalt. Keen Dag vörging, datt de rode Hahn nicht twee-
dree-mal henging, äwer den Gårdentun flog un sick henstellde,
wo de erschatene Jung vörscharrt lag, un dåbi kraihde, as wull
he seggen: Hier liggt, wat ji sökt, kamt her, halt et herut. Äwerst
keen Minsch hedd Acht dårup gewen, wiel den Sommer då Kartüffeln
stunden, wobi nüms wat to dhon hedd. Awerst as de Erdtüffeln
herut nahmen weren, ging de Försterfru hen un seiede Blomensaat up
der Stell, un as se sach, datt de Hahn dat bekrassede, jog se en weg.
Un as he den tweeten un drüdden Dag jümmer wedder kam un't nich
beter makte, nam se den Hahn un spunde en in, un let en erst den sösten
Dag wedder ut, as dat Saat all heel grön upgahn was, un meende, nu
würd he ehr de Blomen woll tofreden laten. Awerst kum hedd se den
Rüggen wendt, so wurd se ut dem Finster gewåhr, datt de Hahn
all wedder då was un ut sinen besten Kräften un Künsten
krassede un kraihde. Un se leep hen un reep ehre Magd un den Jägerburschen,
datt se ehr den Hahn gripen hülpen; denn se was utermaaten bös
un wull em den Hals ümdreihen, wenn se en kriegen künn. De Hahn
äwerst was keen Narr un leet sick nich gripen. Un as se sick all
ut dem Athem lopen hedden üm den Hahn un he to Busch flagen was,
kam de Mann van der Jagd, un de Fru vörtellde em, wo't ehr mit dem
Hahn ging, un sede dåbi: Were ick äwerglöwsch, ick kunn
mi inbilden, datt då wat Sötes unner der Erd liggt un een Schatz
för uns vörgrawen is; denn de Düwel weet, wat de Hahn då
süs to dhon hett un jümmer mit den Flüchten waifelt un
kraiht, as wenn he sinen ganzen Frauenstall to sick locken wull. Un se
spröken dåräwer, un de Mann sede: Will tom Spaß
mal tosehn; då mag woll eene seltsame Wörtel sin edder so wat,
datt man in der Wirthschaft bruken kann; denn dat is eenmal wiß,
ehre Witterung hebben de Deerde, un de Vägel hebben de allerfinste
Näs, dat mütt ick as Jäger weeten, un de is nich to verachten.
Un he nam Hack un Spaden, un grof, un grof sick de bitterste Thranenwörtel
ut der Erd, datt he vör Jammer hedd vörgahn mügt. Un as
se de Lik utstellden un up eenen Karkhoff in hillige Erd leggen wullen,
kunn de arme Broder et nich länger utholden un vörswigen un
vörtellde: wo et sick im Spelen so trurig begewen hedd. Un he erinnerde
sick ook an den roden Hahn, datt he up dem Tun satt un kraihde, un datt
he to em spraken hedd: Hahn, du swigst.
Verzeichnis
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