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Zeittafel 4: Geschichte des Mittelalters
Das hohe Mittelalter 911 - 1125

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Zeit

Das hohe Mittelalter
Geburtsstunde des Deutschen Reiches bis zum Tode Kaiser Friedrichs II.

    Mitteleuropa: Das Heilige Römische Reich
    Nach dem Zerfall der karolingischen Einheit geht die Vormachtstellung des Abendlandes zunächst einmal auf den deutschen Teil über. Die Aufgabe der Schutzherrschaft über die Christenheit und die größeren Wirkungsmöglichkeiten auf die östliche und skandinavische Welt geben dabei den Ausschlag. Die Verbindung von deutschem Königtum und römischem Kaisertum hat die Verquickung nationaler Interessen und universaler Ziele im Gang der deutschen Geschichte zur Folge und führt bald zu einem Machtkampf der beiden Universalgewalten, nämlich Papsttum und Kaisertum. Beide Parteien kämpfen von verschiedenen Standpunkten aus für die Durchsetzung einer gerechten Ordnung, die grundsätzlich nicht in Frage gestellt wird. Der damit verbundene "Aufstieg des deutschen Fürstentums und die Schwächung der Zentralgewalt beginnt für die Sonderentwicklung Deutschlands höchst bedeutsam und folgenreich zu werden. Dies sowie die Entstehung dynastischer, national bestimmter Herrschaftsbildungen, ihre Christianisierung und allmähliche Europäisierung, die schließlich in der Ostkolonisationsbewegung gipfelt, sind die entscheidenden Merkmale dieser zweiten Phase der mittelalterlichen Entwicklung.
    Der Aufstieg des Reiches zur Vormacht des Abendlandes (906 - 1106)
911 - 918 König
Konrad I.
Herzog von Franken, kämpft vergeblich im Bund mit der Kirche gegen Adel und Stämme, Es entstehen die Herzogtümer Sachsen, Schwaben, Bayern, Franken und Lothringen. Zur Sicherung der gefährdeten Einheit erfolgt die Übertragung der Krone von den Franken auf die Sachsen.
    Die Zeit der Ottonen (919 - 1024)
919-
936
Heinrich I. Gegenkönig ist Arnulf von Bayern. Er unterwirft sich 921. Durch die Rückgewinnung Lothringens stabilisiert sich die Überlegenheit des Deutschen Reiches gegenüber Frankreichs. Das Königshaus wird gegenüber den Herzögen gefestigt. Es folgen die Anlagen von Burgen und Schaffung eines Reiterheeres.
  933 Siege über die Dänen und die Ungarn begründen die hegemoniale Stellung Deutschlands.
936-
973
Otto I.
d.Gr.
Otto I. wird in Aachen nach dem Vorbild Karl d. Gr. gekrönt. Es folgen Kämpfe mit den Herzögen von Franken und mit seinem aufständischen Bruder Heinrich. Vergabe der Herzogtümer an seine Verwandten. Nach neuen Aufständen werden die geistlichen Fürsten zur Hauptstütze der Reichsverwaltung. Die Ernennung erfolgte durch den König. Die geistlichen Lehen sind nicht vererbbar.
  951 Otto I. geht nach Italien. Hier Vermählung mit Adelheit, Witwe von König Lothar von Italien.
  961-965 Zweiter Zug Ottos I. und seine Krönung zum römischen Kaiser. Seitdem ist die Kaiserwürde mit dem deutschen Königtum verbunden. Die Macht des Kaisers gegenüber dem Papst wird dadurch gestärkt. Bis 1250 bleibt dieses Recht der deutschen Könige, vom Papst die Kaiserkrone zu erhalten, bestehen.
  968 Gründung des Erzbistums Magdeburg als Mittelpunkt für die Missionierung der nordöstlichen Slawenvölker. Es folgt die erste deutsche Kulturblüte (auch Ottonische Renaissance) unter großem Einsatz der königlichen Frauen.
973-983   Otto II.
  982 Gegen die von Sizilien aus in Unteritalien eindrängenden Sarazenen wird Otto II. bei Cotrone besiegt.
  983 Daraufhin erfolgte der große Aufstand der heidnischen Slawen zwischen Elbe und Oder. Die von seinem Vorgänger Otto I. gewonnenen Gebiete, mit Ausnahme des Sorbenlandes gingen verloren. Grenze ist jetzt Eider und Elbe.
983-
1002
  Otto III. Möchte Rom zum Mittelpunkt des einheitlich zusammengefaßten Imperius machen. Es folgt ein enges Zusammespiel von Kaiser und Papst. Polen und Ungarn sollen Glieder des Imperium Romanum, der Kaiser auch Herr über die universale Kirche werden. Die Konturen des Abendlandes werden deutlich. Ottos Tod macht diesen Plänen jedoch ein Ende.
1002-1024   Heinrich II. kämpft im Bund mit den heidnischen Liutizen. Dies hat negative Auswirkung auf das deutsch-polnische Verhältnis. Heinrich gründet das Bistum Bamberg als Missionszentrum für Main-Sorben und sichert die deutsche Herrschaft über die langobardischen Fürstentümer gegen das byzantinische Vordringen. Erstes Auftreten der Normannen erfolgt in Süditalien. Durch die Siege über die Sarazenen erhalten Pisa und Genua Seegeltung.
    Die Zeit der Salier; Fränkische Kaiser in Deutschland (1024 - 1125)
1024-1039   Konrad II. erster salischer Kaiser.
Zieht zweimal nach Italien. Hier setzt er die Reichsgewalt mit Hilfe der Vasallen durch.
  1027 Kaiserkrönung von Konrad II. Kämpfe gegen Polen, Ungarn und Liutizen.
  1033 Das Königreich Burgund wird mit dem Reich vereinigt. Dieses umfaßt nun Deutschland, Italien, Burgund. Dadurch wird Frankreichs Einfluß auf Italien gemindert.
1039-1056   Heinrich III., Kaiserkrönung 1047
Herzöge, Nachbarländer und die Kirche sind vom Kaiser abhängig. Die kaiserliche Macht steht über dem Papsttum. Heinrich setzt drei erwählte Päpste ab (Synode von Sutri 1046).
1056-1106   Heinrich IV. kommt an die Macht, zunächst unter Vormundschaft seiner Mutter Agnes. Die Kaiserin war mit der Regierung überfordert und stand stark unter dem Einfluss ihrer Ratgeber. Ihre Position wurde zunehmend schwächer. Sie geriet in den Strudel politischer Intrigen.
Im Staatsstreich von Kaiserswerth entführte Erzbischof Anno von Köln den jungen König. Danach übernahm Anno die Erziehung des Königs und gleichzeitig auch die Regierungsgeschäfte. 1056 wurde Heinrich IV. durch die Schwertleite mündig und trat seine selbständige Regierung an. Seine Regierungszeit war auf das Ziel ausgerichtet, die während der Herrschaft seiner Mutter verlorene Stellung des Königtums unter den Reichsfürsten aber auch gegenüber der Kirche wieder auszubauen.
  1066 Schlacht bei Hastings. Die Normanen unter Wilhelm erobern England.
  1071 Sieg der Seldschuken über Byzanz.
  1073-1075 Heinirch IV. besiegt die aufständischen Sachsen.
  1073-1085 Papst Gregor VII.
  1075 Schlacht bei Homburg. Sieg Heinrich IV. über den sächsischen Adel und Vernichtung des sächsischen Bauernheeres.
  1075-1122

Investiturstreit zwischen Kaiser und Papst
Es ging hier um das Recht der Ernennung von Personen in Kirchenämter durch weltliche Herrscher. Dieses Recht wurde durch die Reformpäpste des 11 Jahrhunderts in Frage gestellt. Daneben gab es den Begriff der Investitur auch im Lehnsrecht. Das Wormser Konkordat setzt den Schlußpunkt im Investiturstreit.

  1076 Bündnis der deutschen Fürsten mit Papst Gregor VII. gegen Heinrich IV.
  1077 Heinrich IV. Gang nach Canossa. Hier erfolgte die Lossprechung vom Kirchenbann.
1106-1125   Heinrich V. kommt an die Macht.
  1111 Kaiserkrönung Heinrich V.
  1115 Sieg der Sachsen am Welfesholz bei Mansfeld über Kaiser Heinrich V., faktische Machtlosigkeit des Kaisers im Herzogtum Sachsen.
  1125 Tod Heinrich V. und Ende der Salierherrschaft
     
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