| Zeit
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Das
hohe Mittelalter
Geburtsstunde des Deutschen Reiches bis zum Tode Kaiser Friedrichs
II.
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Mitteleuropa:
Das Heilige Römische Reich |
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Nach dem Zerfall der karolingischen Einheit
geht die Vormachtstellung des Abendlandes zunächst einmal
auf den deutschen Teil über. Die Aufgabe der Schutzherrschaft über
die Christenheit und die größeren Wirkungsmöglichkeiten
auf die östliche
und skandinavische Welt geben dabei den Ausschlag. Die Verbindung
von deutschem Königtum und römischem Kaisertum hat die
Verquickung nationaler Interessen und universaler Ziele im Gang
der deutschen
Geschichte zur Folge und führt bald zu einem Machtkampf der
beiden Universalgewalten, nämlich Papsttum und Kaisertum. Beide
Parteien kämpfen von verschiedenen Standpunkten aus für
die Durchsetzung einer gerechten Ordnung,
die grundsätzlich nicht in Frage gestellt wird. Der damit verbundene
"Aufstieg des deutschen Fürstentums und die Schwächung
der Zentralgewalt beginnt für die Sonderentwicklung Deutschlands
höchst bedeutsam und folgenreich zu werden. Dies sowie die
Entstehung dynastischer, national bestimmter Herrschaftsbildungen,
ihre Christianisierung
und allmähliche Europäisierung, die schließlich in
der Ostkolonisationsbewegung gipfelt, sind die entscheidenden Merkmale
dieser zweiten Phase der mittelalterlichen Entwicklung. |
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Der Aufstieg des
Reiches zur Vormacht des Abendlandes (906 - 1106) |
| 911 - 918 |
König
Konrad I. |
Herzog von Franken, kämpft vergeblich
im Bund mit der Kirche gegen Adel und Stämme, Es entstehen
die Herzogtümer Sachsen, Schwaben, Bayern, Franken und Lothringen.
Zur Sicherung der gefährdeten Einheit erfolgt die Übertragung
der Krone von den Franken auf die Sachsen. |
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Die Zeit der Ottonen (919
- 1024) |
919-
936 |
Heinrich I. |
Gegenkönig ist Arnulf von Bayern. Er
unterwirft sich 921. Durch die Rückgewinnung Lothringens stabilisiert
sich die
Überlegenheit des Deutschen Reiches gegenüber Frankreichs.
Das Königshaus
wird gegenüber den Herzögen gefestigt. Es folgen die Anlagen
von Burgen und Schaffung eines Reiterheeres. |
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933 |
Siege über die Dänen und die Ungarn begründen
die hegemoniale Stellung Deutschlands. |
936-
973 |
Otto I.
d.Gr. |
Otto I. wird in Aachen nach dem Vorbild Karl
d. Gr. gekrönt. Es folgen Kämpfe mit den Herzögen von Franken und
mit seinem aufständischen Bruder Heinrich. Vergabe der Herzogtümer
an seine Verwandten. Nach neuen Aufständen werden die geistlichen
Fürsten zur Hauptstütze der Reichsverwaltung. Die Ernennung erfolgte
durch den König. Die geistlichen Lehen sind nicht vererbbar. |
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951 |
Otto I. geht nach Italien. Hier Vermählung
mit Adelheit, Witwe von König Lothar von Italien. |
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961-965 |
Zweiter Zug Ottos I. und seine Krönung
zum römischen Kaiser. Seitdem ist die Kaiserwürde mit dem
deutschen Königtum
verbunden. Die Macht des Kaisers gegenüber dem Papst wird dadurch
gestärkt. Bis 1250 bleibt dieses Recht der deutschen Könige,
vom Papst die Kaiserkrone zu erhalten, bestehen. |
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968 |
Gründung des Erzbistums Magdeburg als Mittelpunkt
für die Missionierung der nordöstlichen Slawenvölker. Es folgt die
erste deutsche Kulturblüte (auch Ottonische Renaissance) unter großem
Einsatz der königlichen Frauen. |
| 973-983 |
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Otto II. |
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982 |
Gegen die von Sizilien aus in Unteritalien
eindrängenden Sarazenen wird Otto II. bei Cotrone besiegt. |
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983 |
Daraufhin erfolgte der große Aufstand
der heidnischen Slawen zwischen Elbe und Oder. Die von seinem Vorgänger
Otto I. gewonnenen Gebiete, mit Ausnahme des Sorbenlandes gingen
verloren. Grenze ist jetzt Eider und Elbe. |
983-
1002 |
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Otto III. Möchte Rom zum Mittelpunkt des
einheitlich zusammengefaßten Imperius machen. Es folgt ein enges
Zusammespiel von Kaiser und Papst. Polen und Ungarn sollen
Glieder des Imperium Romanum, der Kaiser auch Herr über die universale
Kirche werden.
Die Konturen des Abendlandes werden deutlich. Ottos Tod macht diesen
Plänen jedoch ein Ende. |
| 1002-1024 |
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Heinrich II. kämpft im Bund mit den
heidnischen Liutizen. Dies hat negative Auswirkung auf das deutsch-polnische
Verhältnis. Heinrich gründet das Bistum Bamberg als Missionszentrum
für Main-Sorben und sichert die deutsche Herrschaft über
die langobardischen Fürstentümer gegen das byzantinische
Vordringen. Erstes Auftreten der Normannen erfolgt in Süditalien.
Durch die Siege über die Sarazenen
erhalten Pisa und Genua Seegeltung. |
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Die Zeit der Salier; Fränkische
Kaiser in Deutschland (1024 - 1125) |
| 1024-1039 |
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Konrad II. erster salischer Kaiser.
Zieht zweimal nach Italien. Hier
setzt er die Reichsgewalt mit Hilfe der Vasallen durch. |
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1027 |
Kaiserkrönung von Konrad II. Kämpfe
gegen Polen, Ungarn und Liutizen. |
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1033 |
Das Königreich Burgund wird mit dem
Reich vereinigt. Dieses umfaßt nun Deutschland, Italien, Burgund.
Dadurch wird Frankreichs Einfluß auf Italien gemindert. |
| 1039-1056 |
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Heinrich III., Kaiserkrönung 1047
Herzöge, Nachbarländer und die Kirche sind vom Kaiser abhängig. Die
kaiserliche Macht steht über dem Papsttum. Heinrich setzt drei
erwählte Päpste ab (Synode von Sutri 1046). |
| 1056-1106 |
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Heinrich IV. kommt an die Macht, zunächst
unter Vormundschaft seiner Mutter Agnes.
Die Kaiserin war mit der Regierung überfordert und stand stark
unter dem Einfluss ihrer Ratgeber. Ihre Position wurde zunehmend
schwächer. Sie geriet in den Strudel politischer Intrigen.
Im Staatsstreich von Kaiserswerth
entführte Erzbischof Anno von Köln den jungen König.
Danach übernahm Anno die Erziehung des Königs und gleichzeitig auch
die Regierungsgeschäfte.
1056 wurde Heinrich IV. durch die Schwertleite mündig und trat
seine selbständige Regierung an. Seine Regierungszeit
war auf das Ziel ausgerichtet, die während der Herrschaft
seiner Mutter verlorene Stellung des Königtums unter den Reichsfürsten
aber auch gegenüber der Kirche wieder auszubauen. |
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1066 |
Schlacht bei Hastings. Die Normanen unter
Wilhelm erobern England. |
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1071 |
Sieg der Seldschuken über Byzanz. |
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1073-1075 |
Heinirch IV. besiegt die aufständischen
Sachsen. |
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1073-1085 |
Papst Gregor VII. |
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1075 |
Schlacht bei Homburg. Sieg Heinrich IV. über
den sächsischen Adel und Vernichtung des sächsischen Bauernheeres. |
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1075-1122 |
Investiturstreit zwischen Kaiser und Papst
Es ging hier um das Recht der Ernennung von
Personen in Kirchenämter durch weltliche Herrscher. Dieses Recht
wurde durch die Reformpäpste des 11 Jahrhunderts in Frage gestellt.
Daneben gab es den Begriff der Investitur auch im Lehnsrecht. Das
Wormser
Konkordat setzt den Schlußpunkt im Investiturstreit.
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1076 |
Bündnis der deutschen Fürsten mit Papst Gregor
VII. gegen Heinrich IV. |
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1077 |
Heinrich IV. Gang
nach Canossa. Hier erfolgte
die Lossprechung vom Kirchenbann. |
| 1106-1125 |
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Heinrich V. kommt an die Macht. |
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1111 |
Kaiserkrönung Heinrich V. |
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1115 |
Sieg der Sachsen am Welfesholz bei Mansfeld über
Kaiser Heinrich V., faktische Machtlosigkeit des Kaisers im Herzogtum
Sachsen. |
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1125 |
Tod Heinrich V. und Ende der Salierherrschaft |
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Zeittafel 5: In Arbeit |