| Zeit
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800-900 |
Europäische
Geschichte in Daten |
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| 768-814 |
Karl
d. Große
oder
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Nach dem Tod des Bruders Karlmann
(771) wird Karl Alleinherrscher. Er schafft das fränkische Großreich
durch Festlegung des Reiches nach innen, Ausdehnung über alle
germanischen Stämme des Kontinents und Grenzsicherung durch einen
Markengürtel. |
| 773/4 |
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Eroberung und Eingliederung des Langobardenreichs. |
| 772-804 |
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Kämpfe gegen die Sachsen unter Herzog
Widukind (Sachsenkrieg).
Sie werden gewaltsam dem Reich eingegliedert und christianisiert.
Abwendung von der Möglichkeit ihres Zusammenschlusses mit den
Nordgermanen und eines das Festland bedrohenden Seereiches. |
| 788 |
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Herzog Tassilo v. Bayern wird abgesetzt. |
| 789 |
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Angriff der Slawen; Unterwerfung bis zur Peene.
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| 79-796 |
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Siege über die Avaren in Ungarn: Avarische
Mark
Nach Karls unglücklichem Zug 778 (Rolands Tod) kommt es 795-811
zur Gründung der Spanischen Mark; Stütze für die kleinen
christlichen Reststaaten Asturien und Aragon. |
| ~ |
800 |
Die Araber übernehmen von den Indern die
Zahl 0 in ihr Rechensystem |
| 800 |
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Weltgeschichtliche Bedeutung gewinnt die
Kaiserkrönung
am 25.12.800 in Rom durch Papst Leo III._Dadurch wird Karl
vom germanischen König zum christlichen Herrscher, der im Auftrag
Gottes den Frieden schützen, das Recht wahren und für
Schutz und Ausbreitung des christlichen Glaubens sorgen muß.
Der Konflikt
mit Ostrom,
das die Krönung als Usurpation ansieht, wird erst 812 durch
den Vertrag von Aachen beigelegt. Anerkennung des westlichen Kaisertums
durch Byzanz nach Abtregung Venetiens, Istriens und Dalmatiens. |
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Das karonlingische Kaisertum bedeutet sichtbare
Förderung der abendländischen Einheit. Seine Ordnungselemente
werden ebenso wie die byzantinischen weitgehend vorbildlich für
die Barbarenvölker (Karls Name als Herrscherbezeichnung bei
den Slawen). |
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Grenzen des Reiches sind: Ebro, Raab, Böhmerwald,
Saale, Elbe, Eider. Es erfolgt der Austausch von Gesandten
mit ausländischen
Mächten, u.a. mit Byzanz und Bagdad (Harun al-Raschid), Schirmherrschaft
über die Heiligen Stätten.
Innere Verfassung: Aufhebung der Herzogsgewalt, Einteilung des Reiches
in Grafschaften, zum Grenzschutz Marken, Königsboten zur Kontrolle
der Grafen. Weise Gesetzgebung (Capitularia), Einführung der
Schöffen, Sorge für Landbau und Schulwesen, Aufzeichnung
der Volksrechte. Entstehen einer Reichsaristokratie (fränkisch,
alamannisch), die zur Erhaltung der Einheit im 9. Jahrhundert beiträgt.
Ausformung des Lehnswesens durch Bindung der Vasallen an Lehnsherren
mittels Landvergabe zum Nießbrauch gegen Dienst (Heerfahrt,
Hoffahrt) bei gegenseitiger Treuepflicht; Tendenz zur Erblichkeit
der Lehen, Vorherrschen der Naturalwirtschaft. Es entsteht ein Übergewicht
des Grundbesitzes (Fronhof, zinspflichte Bauernhufen); geringe Bedeutung
haben die Städte und der Handel; Niedergang des Fernhandels.
Karl d. Gr. hat keine feste Residenz. Pflege antiker Bildung. Geistiger
Austausch mit dem italienischen Kulturkreis (Alkuin). Akademie, Geschichtsschreibung:
Einhard, Paulus Diaconus. Pflege des deutschen Volkstums, der deutschen
Sprache; karolingische Schrift. |
| 810 |
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Errichtung der Nordmark gegen die Dänen. |
| 814-840 |
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Unter Karls Sohn führen Einfälle
der Sarazenen, Normannen und Slawen sowie Aufstände der Söhne
gegen den Vater (817 Reichsordnung: Kaiserwürde für ältesten
Sohn, für die jüngeren Teilreiche vorgesehen; Lügenfeld
bei Volmar 833) und Kämpfe der Brüder untereinander (842
Straßburger Eide in altfranzösischer und althochdeutscher
Sprache) zum Zerfall des Reiches. |
| 843 |
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Es entsteht der Vertrag von Verdun zwischen
den Söhnen Ludwigs. Lothar erhält
die Kaiserwürde und Mittelfranken (Lotharingen), Burgund, die
Provence und Italien. Ludwig d. Deutsche
Ostfranken (Deutschland). Kämpfe gegen Westfranken, Normannen
und Slawen. Karl der Kahle Westfranken
(Frankreich). Die Teilung des Frankenreiches in germanisches und romanisches
Sprachgebiet wird eingeleitet. Anfänge eines Nationalgefühls
entstehen, sind aber bei der Teilung nicht bestimmend. Die Idee der
Reichseinheit bleibt erhalten. |
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Nach Aufteilungen des Mittelreichs 855 (Italien
mit Kaiserkrone unter Ludwig II., Burgund und Provence unter Karl,
Lothringen unter Lothar II.) und 863 (nach Karls Tod) teilen nach
Lothars II. Tod 870 im Vertrag zu Mersen Ludwig d. Deutsche und Karl
der Kahle Mittelfranken unter sich auf: Osthälfte Lothringens
mit Aachen und Metz an Deutschland, 880 in Ribemont auch die Westhälfte.
Die in Verdun 843 festgelegte Westgrenze des Mittelreiches bleibt
während des Mittelalters im wesentlichen die Grenze zwischen
Deutschland und Frankreich. Karl der Kale wird Nachfolger Ludwigs
II. in Italien. Er wird von Papst Johann VIII. zum Kaiser gekrönt. |
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Lduwig d. Deutsche
843-876 |
Kämpfe gegen Westfranken, Normannen und
Slawen. |
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Karl d. Dicke
876-887 |
Sohn von Ludwig d. Deutsche. Er vereinigt
als Kaiser Karl III. (ab 881) noch einmal das Gesamtreich (885-887).
Wegen seiner Schwäche gegen die Normannen wurde er abgesetzt.
Besondere Königreiche entstehen in Nieder- und Hochburgund. Sie
werden 933 vereinigt als Königreich Burgund mit der Hauptstadt
Arles. |
| ~ |
850 |
Mitteleuropa wird von einer großen
Hungersnot heimgesucht. Rheingebiet sterben ca. 50000 Menschen. |
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Arnulf v. Kärnten
887-899 |
König der Ostfranken, besiegt die Normannen
bei Löwen und im Bund mit den Magyaren. Herzog Svatopluk v. Mähren.
Kaiserkrönung 896. |
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900-1000 |
Europäische
Geschichte in Daten |
| ~ 900 |
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Nach indischer Vorlage und unter
dem Einfluß von Persien entsteht die berühmte arabische Märchensammlung
"Tausendundeine Nacht" |
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Ludwig d. Kind
900-911 |
Verheerung Deutschlands durch die Magyaren;
907 Niederlage bei Preßburg, Verlust der Ostmark). Gleichzeitig
schwere innere Kämpfe und Fehden. Bedeutungslosigkeit des Kaisertitels.
Ohnmacht der Krone in Frankreich (Feudalisierung) und in Deutschland
(Stammesherzogtum). Verfall der karolingischen Dynastie. |
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| Zur
Zeittafel 4: Das hohe Mittelalter 911 -
1125, Deutsches Reich bis Tod Kaiser Friedrichs
II.
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